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420 Wohnungslose haben über Housing First Zuhause gefunden
Seit 2018 hilft Housing First Wohnungslosen in Berlin beim Neustart. Die Nachfrage ist groß. Die Möglichkeiten der Vereine aber begrenzt. mehr
Die 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe in Berlin-Neukölln ist am späten Mittwochabend erfolgreich entschärft worden. Das teilte die Polizei mit. Tausende Menschen, die ihre Wohnungen vorher verlassen mussten, konnten kurz vor Mitternacht wieder zurückkehren.
Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war im Neuköllner Schifffahrtskanal gefunden worden. Der Zünder wurde getrennt und unschädlich gemacht. «Es besteht keine Gefahr mehr», teilte die Polizei mit. «Alle Absperrungen sind aufgehoben.» Um den Fundort war ein 500 Meter großer Sperrkreis eingerichtet worden. Die Evakuierung zog sich länger hin als erwartet und war erst am späten Abend abgeschlossen. Sie dauerte verhältnismäßig lang, weil es mehrere Pflegeeinrichtungen im Sperrkreis gab.
Beamte klingelten an vielen Türen, damit die Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Auf beiden Seiten des Schifffahrtskanals waren Lautsprecherwagen unterwegs, um die Menschen zu informieren. Die Behörden warnten auch über das System Katwarn. Wer unmittelbar am Fundort wohne, für den bestehe im Fall einer Explosion die große Gefahr, zu Schaden oder sogar zu Tode zu kommen, warnte Polizeisprecher Halweg. Gegebenenfalls würden Menschen unter Zwang aus den Wohnungen geholt.
Polizei, Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und andere Organisationen waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Allein die Polizei war eigenen Angaben zufolge mit rund 200 Kräften vor Ort. Das Deutsche Rote Kreuz kümmerte sich um die Evakuierung der Bewohnerinnen und Bewohner. Der Bezirk richtete in der Adolf-Reichwein-Schule auf der Sonnenallee eine Notunterkunft ein. Dort gebe es Platz für 200 Menschen.
Der etwa 100 Kilogramm schwere Sprengsatz war nach dem Fund an die Oberfläche gebracht und auf einem Ponton abgelegt worden, berichtete die Polizei. Dass Weltkriegs-Bomben in Berlin gefunden werden, sei immer noch an der Tagesordnung. Mehrere Funde pro Jahr seien durchaus üblich.