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Berlin bekommt Margot-Friedländer-Platz
Der Platz direkt vor dem Berliner Landesparlament soll künftig Margot Friedländers Namen tragen. Warum die Entscheidung gerade für diesen Ort gefallen ist. mehr
Zwei Soldaten der Bundeswehr sitzen vor Monitoren im Kommandoraum Luftraumüberwachung (Symbolbild)
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Der schwarz-rote Senat will in Zukunft stärker Unternehmen aus der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft für den Standort Berlin gewinnen.
Das hat er bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen. «Wir erleben in eine hohe Dynamik in diesem Bereich», sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) anschließend. Das gelte auch für Berlin.
Es sei das Interesse von solchen Unternehmen spürbar, sich in der Metropolregion Berlin-Brandenburg anzusiedeln. Dort gebe es eine hervorragende Wissenschafts- und Forschungslandschaft, viele Start-ups und nicht zuletzt die Nähe zur Bundesregierung. Diese Potenziale sollen noch besser genutzt werden. In der Senatskanzlei werde eine entsprechende Stabsstelle eingerichtet, kündigte Wegner an. Sie soll Ansprechpartner für Bund sowie die Europäische Union sein und die nötigen Abstimmungsprozesse koordinieren. Die Ziele sind ambitioniert: «Berlin soll zu einem europäischen Leuchtturm werden im Bereich Sicherheitstechnik und Resilienz», sagte Wegner.
Um das zu erreichen, sollen sich Wirtschaft und Forschung in dem Bereich besser vernetzen. Die landeseigene Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH soll dabei helfen - unter anderem in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsverwaltung. In der Hauptstadtregion gebe es schon jetzt rund 130 Unternehmen aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie mit 26.000 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von acht Milliarden Euro pro Jahr, ergänzte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD). Hinzu kämen rund 430 weitere, bei denen Produkte, Software oder Technologien im Mittelpunkt stehen, die sowohl für zivile wie für militärische Zwecke genutzt werden könnten.