Zunehmende Angriffe auf die Grundpfeiler von Demokratien weltweit, Einschränkung von Grundrechten und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie der Hass auf Jüdinnen und Juden sowie der virulente Antisemitismus erregen Besorgnis: eine schwere Krise der liberalen Demokratien wird gesehen, die Frage nach Prozessen einer Faschisierung und Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung der demokratisch verfassten Gesellschaften gestellt. Doch welche Entwicklungen trugen in den 1930er Jahren dazu bei, aus einer Demokratie eine Diktatur zu formen, die den Mord an 6 Millionen Jüdinnen und Juden und zahlreicher weiterer Opfergruppen verantwortete? Welche Herrschaftsmethoden fanden Anwendung, um die gesellschaftliche Zustimmung zum nationalsozialistischen Regime wachsen zu lassen? Welche Mechanismen kamen in der „Zustimmungsdiktatur“ (Götz Aly) zum Tragen und kann das heute wieder passieren?
Eine Bearbeitung dieser Fragen und Inhalte ist komplex, bedarf ausgewiesener Expertise und findet im Unterricht nicht immer den nötigen zeitlichen Raum. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie beabsichtigt deshalb, im Jahr 2026 die historisch-politische Bildung und Antisemitismusprävention im schulischen Kontext zu stärken. Im Rahmen dieses Interessenbekundungsverfahrens soll dafür ein durchführender Träger für ein geeignetes Projekt ermittelt werden.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nachstehenden Interessensbekundungsverfahren.