Entlang der Friedhofsmauer führt der Weg hinauf zum Pfingstberg mit seinem Belvedere (4). Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. selbst plante die gigantische Aussichtsterrasse nach italienischem Vorbild, an der 1849 bis 1863 gearbeitet wurde. Nach dem Tod des Königs wurden die Arbeiten eingestellt, die Anlage blieb ein Fragment und verfiel. Nach 1961 geriet sie völlig in den Schatten der Mauer. 1988 engagierte sich eine Gruppe junger Potsdamer für die Rettung. Zahlreiche Förderer und Sponsoren ermöglichten in den folgenden Jahren die Restaurierung. Beide Türme sind nun wieder zugänglich. Der Aufstieg wird mit einer Rundumsicht bis weit ins Havelland und in die Berliner City belohnt.
Vor dem Belvedere steht – ebenfalls wieder in alter Schönheit – ein architektonisches Kleinod: der Pomonatempel (5). Als 19-Jähriger entwarf Karl Friedrich Schinkel 1800 dieses Teehäuschen.
Von hier aus führt der Weg im Bogen hinab und an der restaurierten Villa Quandt (Sitz des Fontane-Archivs) vorbei in die Stadt. Bis Anfang der 1990er Jahre galt dieses Viertel als „Verbotene Stadt“ (6). Alle Zugänge waren abgeriegelt, denn hier residierte der sowjetische Geheimdienst (KGB). An diese Zeit erinnert das für Besucher an Wochenenden geöffnete ehemalige Militärgefängnis.