Bolle

Bolle

Mit Bolle meint der Berliner einen Supermarkt. Seinen Namen verdankt der Supermarkt dabei Carl Bolle.

Supermarkt

© dpa

Bolle hatte 1881 seine „Provinzial-Meierei“ eröffnet und damit den Berliner Sprachschatz vehement belebt und erweitert. „Bimmelbolle“ nannten ihn die Zeitgenossen, weil Bimmeljungs mit der Glocke die Milchwagen ankündigten. Bolle gibt es heute in zahlreichen Verbindungen. So meint etwa die „varrückte Bolle, die nüscht anbrennen lässt“ eine resolute Berlinerin, die keinen Scherz auslässt. Und auch der Ausdruck „Preise wie bei Bolle“ verdankt seinen Ursprung Carl Bolle. Das Wort steht aber auch für Armbanduhr, Kartoffel und Loch im Strumpf. Der Begriff „sich wie Bolle amüsieren“ fußt hingegen auf dem Berliner Lied mit dem Kehrreim „Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert“.
Berlin Fahne
© dpa

Berlinerisch

Berliner Schnauze für Einsteiger: Die wichtigsten Begriffe des Berliner Dialekts im Überblick. mehr

Aktualisierung: 18. August 2016