© Anti-Kriegs-Museum, 2025
„Dieses Haus steht jedem offen, der sich um den Frieden bemüht.“ Mit diesem Anspruch wurde das Anti-Kriegs-Museum Berlin 1925 von Ernst Friedrich als weltweit erstes pazifistisches Gegenmuseum gegründet. Nach der Zerstörung im Nationalsozialismus wurde es 1982 neu eröffnet und versteht sich bis heute als aktivistischer Ort, der in gesellschaftliche Debatten eingreift und antimilitaristische Perspektiven sichtbar macht.
Im Rahmen des Arbeitskreises „Museum und Politische Bildung. Perspektiven und Praxis“ am Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung, fragen wir aktuell danach, wie Museen angesichts globaler Konflikte und zunehmender Militarisierung Kriegs- und Friedensnarrative herstellen, vermitteln und hinterfragen. Dafür verlassen wir an diesem Termin die Berliner Museumsinsel und treffen uns direkt vor Ort im Anti-Kriegs-Museum im Berliner Stadtteil Wedding. Gemeinsam mit Tommy Spree, Leiter des Museums und Enkel des Gründers, sowie Patrick Weever, Historiker und ehrenamtlicher Mitarbeiter, werfen wir vor Ort einen Blick auf die politische Bildung und Friedensarbeit des Museums – damals wie heute. Anhand ausgewählter Objekte vor Ort nähern wir uns dem Museum als Raum der Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt und fragen nach seiner Rolle in der Gegenwart. Im Zentrum stehen dabei Fragen wie: Wie lassen sich aktivistische Positionen und dialogische Offenheit produktiv zusammendenken? Und wie lässt sich Friedensbildung als aktive, demokratische Praxis gestalten?
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Der Termin findet im Anti-Kriegs-Museum, in der Brüsseler Straße 21,13353 Berlin, statt.
Treffpunkt: Anti-Kriegs-Museum
Preisinformationen: Eintritt frei
Anmeldung/Buchung: erforderlich