Corona-Virus

Auf unserer Sonderseite informieren wir über alles, was für Künstler*innen von Nutzen sein kann und hier finden Sie die aktuellen Informationen des Landes Berlin.

Inhaltsspalte

Hilfen für selbständige Künstler*innen

1. Hilfsangebote des Berliner Senats

Soforthilfe IV 2.0

Die Soforthilfe IV 2.0 richtet sich erneut an kleine und mittlere Unternehmen im Medien- und Kulturbereich, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden. Unternehmen sind jetzt bereits ab zwei Beschäftigten antragsberechtigt. Der jährliche Umsatz darf 10 Millionen Euro nicht überschreiten. Die Soforthilfe IV 2.0 umfasst einen Förderzeitraum von September bis Ende November 2020.

Die Anträge auf Mittel aus dem Soforthilfeprogramm IV 2.0 können von Montag, 31. August 2020, 9 Uhr bis zum Freitag, 4. September 2020, 18 Uhr in einem ausschließlich online-basierten Antragsverfahren über die Website der Investitionsbank Berlin eingereicht werden.

Die Hilfe richtet sich an Kultureinrichtungen/ -betriebe, die auf professioneller Basis arbeiten und landesweite Ausstrahlung haben. Antragsberechtigt sind private Museen, Theater, Musikensembles, Musiktheater, Clubs/ Musikspielstätten mit einem Schwerpunkt auf einem Livemusikprogramm und/oder einem kuratierten Programm, Festivals, Kinos, Unternehmen im Bereich Herstellung von Filmen, Videofilmen und Fernsehprogrammen (hierzu zählen ausschließlich Unternehmen, die „kreativ an der Produktion“ von programmfüllenden Kino- und Fernsehfilmen beteiligt sind), Nachbearbeitung und sonstige Filmtechnik inklusive Synchronstudios und VFX-Unternehmen, Filmverleih und –vertrieb (ohne Videotheken) von programmfüllenden Kino- und Fernsehfilmen sowie Hörfunk- und Fernsehveranstalter.

Die Entscheidung über einen Zuschuss erfolgt auf Basis der Relevanz für das Kulturleben in der Stadt und den Medienstandort Berlin. Maßgeblich für die Entscheidung ist zudem eine betriebswirtschaftliche Prüfung.

Es wird erwartet, dass sich die durchschnittliche Höhe des Zuschusses auf rd. 25.000 Euro belaufen wird. Die Zuschusshöhe wird auf maximal 500.000 Euro begrenzt und orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für die auf die Antragstellung folgenden drei Monate. Die Auszahlung soll noch im September erfolgen, sofern alle Antragsvoraussetzungen erfüllt wurden.

Wichtig ist, dass Antragstellende alle relevanten durch den Bund und das Land bereitgestellten Hilfsmaßnahmen genutzt haben. Insbesondere ist es eine Voraussetzung der Soforthilfe IV 2.0, dass sofern möglich, die Überbrückungshilfe des Bundes in Anspruch genommen wird.

Weitere Informationen zum Programm, zur Antragstellung und einen ausführlichen FAQ-Katalog finden Sie auf der Webseite der Investitionsbank Berlin.

Wir bitten antragsberechtigte Unternehmen darum, alle erforderlichen Unterlagen für eine zügige Antragsbearbeitung bereit zu halten.

Für Fragen zur Antragsstellung, die über den FAQ-Katalog hinausgehen, steht Ihnen unser Partner, das Beratungszentrum Kreativ Kultur Berlin der Kulturprojekte Berlin GmbH, über das Kontaktformular der IBB zur Verfügung.

Die vollständige Pressemitteilung vom 24.08.2020 finden Sie hier.

Stipendien-Sonderprogramm

Der Berliner Senat hat Ende Juli ein weiteres Soforthilfepaket beschlossen. In dem Paket sind 18 Millionen Euro für bis zu 2.000 Sonderstipendien für Berliner Künstler*innen und Kurator*innen enthalten. Damit leistet Berlin einen weiteren Beitrag zur Sicherung und zum Überleben der vielfältigen Kulturlandschaft der Stadt.

Die Anträge auf Mittel aus dem Stipendien-Sonderprogramm können von Montag, 31. August 2020, 12 Uhr bis Freitag, 11. September 2020, 18 Uhr in einem ausschließlich online-basierten Antragsverfahren über die Webseite der Kulturprojekte Berlin GmbH eingereicht werden.

Das Stipendien-Sonderprogramm richtet sich an professionelle Berliner Künstler*innen und Kurator*innen (Einzelpersonen). Antragsberechtigt sind Berliner Künstler*innen und Kurator*innen, die eine professionelle, selbstständige künstlerische oder kuratorische Tätigkeit in einer oder mehrerer der folgenden Berufsgruppen ausüben:

• literarische Autor*in, literarische Übersetzer*in, Dichter*in,
• Maler*in, Zeichner*in, Illustrator*in *Comiczeichner*in
• Bildhauer*in
• Konzeptkünstler*in, Experimentelle*r Künstler*in
• Performance-*Aktionskünstler*in
• Medienkünstler*in, Videokünstler*in
• Künstlerische*r Fotograf*in
• Kurator*in im Bereich Bildende Kunst
• Komponist*in
• Klangkünstler*in
• Dirigent*in, Chorleiter*in, Musikalische*r Leiter*in
• Kurator*in im Bereich Musik
• Musiker*in
• Sänger*in
• Bühnendarsteller*in
• Tänzer*in
• Puppen-, Marionetten-, Figuren-/Objektspieler*in
• Regisseur*in im Bereich Darstellende Künste / Tanz
• Choreograf*in, Ballett-*Tanzmeister*in
• Dramaturg*in im Bereich Darstellende Künste / Tanz
• Kurator*in im Bereich Darstellende Künste / Tanz
• Bühnenbildner*in im Bereich Darstellende Künste / Tanz
• Kostümbildner*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz
• Maskenbildner*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz

Die professionelle, selbstständige künstlerische Tätigkeit ist durch die entsprechende Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse nachzuweisen.
Liegt keine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse vor, prüft die Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen einer Einzelfallprüfung, ob die Voraussetzung einer professionellen und selbständigen künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit in einer der genannten Berufsgruppen gegeben ist.
Die Stipendien werden nach Prüfung des Vorliegens der formalen Voraussetzungen im Losverfahren vergeben.

Bei Antragstellenden, die einen Schwerbehinderungsgrad von mindestens 50% nachweisen können, ist bei Auslosung eine Aufstockung des Stipendiums für Assistenzkosten / Accesskosten um monatlich bis zu 800 Euro möglich.

Die Namen der ausgelosten Stipendiat*innen werden veröffentlicht. Der Beginn der Auszahlung der Stipendien ist für Ende Oktober/Anfang November 2020 durch die IBB – Investionsbank Berlin geplant.

Der Link zum Online-Formular kann ab dem 31. August 2020, 12 Uhr abgerufen werden.
Weitere Informationen und einen ausführlichen FAQ-Katalog finden Sie auf der Webseite der Kulturprojekte Berlin GmbH, die das Antragsverfahren organisiert.
Über die Hotline 030 – 24 749 800 und unter stipendium@kulturprojekte.berlin können ab Dienstag, 25. August 2020 bis zum Ende der Antragsfrist wochentags zwischen 9 und 18 Uhr über den FAQ-Katalog hinausgehende Fragen gestellt werden.

Informationen zu bereits bewilligten Projektförderungen und Ausschreibungen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Hinweise zu bereits bewilligten Projektförderungen: Bei Absage der Veranstaltungen aufgrund höherer Gewalt können die angefallenen Kosten als zuwendungsfähige Ausgabe anerkannt werden, ggf. kann die Maßnahme digital durchgeführt werden oder später nachgeholt werden. Dies gilt auch, wenn bisher nur ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt wurde.

Weitere Hinweise zu den laufenden Ausschreibungen der Kulturverwaltung finden Sie auf dieser Seite.

Verfahrensvereinfachungen im Zuwendungsrecht

Zur Abfederung der Folgen des COVID 19-Virus für die Zuwendungsempfänger*innen von Projektförderungen ermöglicht die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Verfahrensvereinfachungen im Zuwendungsrecht.
Die Ausnahmen sind für alle Zuwendungen möglich, deren Förderung bereits bewilligt wurde oder deren Antrag zum Stichtag 15.3.2020 bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vorgelegen hat.
Hier finden Sie die Verfahrensvereinfachungen.

Finanzamt: Steuervorauszahlungen absenken

Unternehmen und Selbständige, die wegen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote im Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt nutzen. Dazu gehören:
- Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer auf Antrag
- Stundung fälliger Steuerzahlungen
- Erlass von Säumniszuschlägen
- Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen

2. Weitere Angebote und und Informationen:

  • Die Bundesregierung unterstützt zusätzlich mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland. Für das Programm NEUSTART KULTUR steht rund eine Milliarde Euro zur Verfügung.
  • Maßnahmen der Bundesregierung (Überbrückungshilfen)
    Hier finden Sie einen Überblick über neu aufgelegte und bereits bestehende Hilfsangebote und Fördermaßnahmen, die sich an Unternehmen, Angestellte und Solo-Selbständige auch der Kultur- und Kreativwirtschaft richten. Dieser Überblick wird kontinuierlich aktualisiert.
  • Aktuelle Hinweise der KSK für selbständige Künstler*innen, Publizist*innen und abgabepflichtige Unternehmen
  • Creative City Berlin Beratungen beim Kulturförderpunkt und der Kreativwirtschaftsberatung jetzt telefonisch oder online. Beratungstermine können online vereinbart werden. Auf dem Portal wird tagesaktuell für die Szene informiert. Die Infoveranstaltungen und Workshops werden in digitale Formate umgeplant.
  • Grundsicherung kann für freischaffend Tätige eine Möglichkeit sein, um sich kurzfristig finanziell abzusichern und Verdienstausfälle zumindest teilweise aufzufangen. (Hier wird es voraussichtlich auch eine Anpassung geben, so dass dies auch schnell und unbürokratisch genutzt werden kann).
    Freiberufliche Künstler/innen können als Selbständige Grundsicherung beim Jobcenter beantragen, wenn sie weniger Arbeit haben als 15 Wochenstunden; in Notfällen als Soforthilfe ohne Vermögensprüfung. Beinhaltet sind Miete, Grundsicherung von 400- 500 €, Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse. Der Antrag kann jederzeit formlos telefonisch oder schriftlich gestellt werden. Der Neuantrag auf Arbeitslosengeld II ist online abrufbar: http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld2. Derzeit besteht die Möglichkeit, den bereits ausgefüllten Antrag ohne persönliche Vorsprache in den Hausbriefkasten des Jobcenters einzuwerfen.
    Neu ist die Hotline „Erstinformation für Neukunden der Jobcenter“ (u.a. für Solo-Selbstständige, deren Geschäftstätigkeit zum Erliegen gekommen ist) für Grundfragen zur Grundsicherung: Tel. 0800 4 5555 23.
  • Kurzarbeitergeld für Selbständige mit Angestellten:
    Sollten Arbeitsausfälle durch das Coronavirus mit einem Entgeltausfall verbunden sein, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich. Durch das Kurzarbeitergeld besteht die Möglichkeit bis zu 60 bzw. 67 % der Personalkosten zzgl. der kompletten Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers zu refinanzieren. Der Arbeitgeber kann dabei die Entgelte auf 100% aufstocken, so dass die Beschäftigten trotz Kurzarbeit keinerlei finanzielle Einbußen hätten.
    Das Bundesarbeitsministerium arbeitet zurzeit an einer Anpassung der Bedingungen für die Zahlung von Kurzarbeitergeld an die aktuelle Situation. Hier finden sich die FAQs des BMAS.
  • Stundung Sozialversicherungsbeiträge / GKV
    Ergänzend zu den umfassenden Unterstützungen für Unternehmen und Selbstständige, die derzeit von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen werden (wie Kurzarbeitergeld, Fördermittel, Kredite), ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden. Die Stundung ist „nachrangig“ gegenüber den Hilfspaketen der Bundesregierung, d.h. reichen diese nicht aus, kommt eine vereinfachte Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge in Betracht.
  • Informationen für Musikschaffende und Veranstalter*innen der IG Jazz Berlin
  • Sofortmaßnahmen für die Kunden der GEMA