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NS-Bauten
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Das Gebäude, in dem heute das Auswärtige Amt in Berlin sitzt, war einst die Reichsbank und der erste große Neubau der Nationalsozialisten.
Das Auswärtige Amt liegt am Ufer der Spree gegenüber der Museumsinsel. Der monumentale Bau war der erste Neubau der Nationalsozialisten in Berlin. Ihm ging ein Architekturwettbewerb voraus, an dem sich unter anderem Gropius, Poelzig und Mies van der Rohe beteiligten. Gewonnen haben am Ende die Entwürfe des Reichsbankbaudirektors Heinrich Wolff. Dessen Pläne existierten allerdings schon vor dem Wettbewerb. Für den Bau der ehemaligen Reichsbank wurde historische Häuser, wie die Alte Münze von Stüler, abgerissen.
Das Reichsbankgebäude wurde 1940 eingeweiht. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Bau beschädigt; die oberen Stockwerke brannten aus. Trotz der Schäden zog ab Juni 1945 der Berliner Stadtkontor ein. Vier Jahre später zog das Finanzministerium der DDR in das Gebäude. Ab 1959 bestimmte das Zentralkomitee der SED von hier mehr als 30 Jahre lang die politischen Verhältnisse der DDR.
1990 wurde der Bau in „Haus der Parlamentarier“ umbenannt. Hier bezogen die Abgeordneten der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer ihre Büros. Nach der Schließung des Palastes der Republik fanden im Haus die Volkskammersitzungen statt, bis die DDR Geschichte war. Seit 1999 hat das Auswärtige Amt seinen Sitz im ehemaligen Reichsbankgebäude.
Das Auswärtige Amt ist ein Ensemble aus vier Flügeln, die einen Ehrenhof bilden. Der Bau aus hellem Sandstein wurde in Stahlskelettbauweise errichtet. Die Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann sind verantwortlich für einen Erweiterungsbau. Dieser ist in Richtung zur Friedrichwerderschen Kirche dank eines Lichthofes offen gestaltet.
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