Mitte – Skulpturen von Daniel Burgen und Bilder Juan Pablo Echeverri
In Mitte entwickelt Daniel Buren – bekannt für sein unverwechselbares Vokabular aus alternierenden Streifen – für die Konrad Fischer Galerie eine neue Werkserie: Großformatige, runde Spiegel treten in einen Dialog mit der umgebenden Architektur und reflektieren sowohl den Raum als auch die Besucher:innen.
KLEMM‘S widmet sich mit der Ausstellung „Works“ dem Nachlass des kolumbianischen Künstlers Juan Pablo Echeverri (1978–2022). Über beide Flächen der Galerie hinweg entfaltet sich ein umfassender Überblick über zwei Jahrzehnte seines Schaffens, von Stand- und Bewegtbildern bis hin zu seinem im „Raster“-Format und der Porträtmalerei verwurzelten Universum aus Parodie und Gesellschaftskritik.
Charlottenburg – Yuji Agematsu in der Galerie Buchholz
In Charlottenburg zeigt die Galerie Buchholz die erste Einzelausstellung des 1956 in Japan geborenen Künstlers Yuji Agematsu in Deutschland. 366 seiner bekannten „Zips“ aus dem Jahr 2024 – kontemplative Miniaturskulpturen aus Alltagsabfällen, die Agematsu täglich während seiner Spaziergänge in New York in Zellophanhüllen von Zigarettenschachteln arrangiert – sind zu sehen.
Bei Société sind zwei Künstler:innen vertreten: Edi Rama, albanischer Ministerpräsident und Künstler, überführt die biomorphen Zeichnungen, die er während seiner Meetings anfertigt, in neue Bronzeskulpturen. Wynnie Mynerva hingegen befragt in neuen Gemälden und Fotografien Liebe nicht als privates Gefühl, sondern als politische und affektive Kraft, die Körper, Orte und Gemeinschaften miteinander verbindet.
Schöneberg – Kosovarisches Teehaus bei ChertLüdde
In Schöneberg vereint die Ausstellung „Light, as a feather“ bei PSM zwei Werkserien von 2001 und 2025 der Kapstädter Künstlerin Berni Searle. Mit Materialien wie Zucker, Federn und Mehl macht Searle den Körper zum Träger von Geschichten über Arbeit, Migration und Identität.
Bei ChertLüdde verwandelt Petrit Halilaj den Buchladen der Galerie in ein kosovarisches Teehaus. Ausgangspunkt der Ausstellung selbst sind beschädigte und verbrannte Container aus seiner Opernproduktion im Kosovo, die kurz vor der Premiere Ziel eines Angriffs wurden – Arbeiten, die politische Spannungen aufgreifen und Zerstörung in eine Form von Zusammenhalt und Widerstand übersetzen.
Kreuzberg – Göksu Kunak bringt Pole-Dancer:innen in den Fichtebunker
In Kreuzberg zeigt Brook Hsu bei Kraupa-Tuskany Zeidler neue Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, die den temporären Charakter des von Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich entworfenen Barcelona-Pavillons mit einer persönlichen Erzählung über Verlust und Erinnerung verbinden.
Bei EBENSPERGER im Fichtebunker wird in Göksu Kunaks Ausstellung „REMAINS“ Zeit zum Material: Bodybuilder, Kampfsportler, eine Pole-Dancerin und ein schwebender Performer durchqueren den Raum und hinterlassen Spuren, die Körper, Gesten und Dauer in den Ausstellungsraum einschreiben. Die Performances finden am 1. Mai um 21 Uhr und am 2. Mai um 14 Uhr statt.