Berliner Verlagspreis

  • Der Wettbewerb

    Der Berliner Verlagspreis zeichnet jährlich Verlage aus, deren Publikationen sich im besten Sinne vom Mainstream – insbesondere der Berliner Verlagslandschaft – abheben. Ziel ist es, die Vielfalt, Qualität und Eigenständigkeit der Berliner Verlagswelt zu fördern und sichtbar zu machen.

    Der Wettbewerb wird seit 2018 gemeinsam von den Berliner Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Kooperation mit Projekt Zukunft Berlin durchgeführt und mit Mitteln der Europäischen Union kofinanziert.

    Weitergehende Informationen gibt es unter berlinerverlagspreis.de.

  • Was wird ausgezeichnet?

    Ausgezeichnet werden Berliner Verlage mit herausragenden Programmen, die durch Innovation, ungewöhnliche Literaturformen, hohe künstlerische Qualität sowie eine eigenständige Positionierung überzeugen. In die Bewertung fließt auch ein, inwiefern gesellschaftlich relevante Themen behandelt, junge Talente gefördert und neuartige Digitalisierungs-, Marketing- und Vertriebsmodelle integriert werden.

  • An wen richtet sich der Wettbewerb?

    Teilnahmeberechtigt sind Verlage mit Hauptsitz in Berlin und einem Jahresumsatz von bis zu zwei Millionen Euro. Einreichungen von Verlagen, die ausschließlich E-Books oder Hörbücher produzieren, sind ausdrücklich erwünscht.

    Ausgeschlossen sind Zeitschriftenverlage sowie Verlage, die mehrheitlich zu größeren Verlagsgruppen gehören – es sei denn, die Verlagsgruppe erwirtschaftet insgesamt weniger als zwei Millionen Euro Umsatz.

  • Preise

    Verliehen werden der “Große Berliner Verlagspreis” mit einem Preisgeld von 26.000 Euro sowie zweimal der “Berliner Verlagspreis” mit jeweils 15.000 Euro. Die drei weiteren Verlage der Shortlist erhalten jeweils eine Anerkennung in Höhe von 4.000 Euro.

  • Zeitrahmen

    Berliner Verlagspreis 2026:

    4. Mai 2026: Bewerbungsaufruf

  • Ansprechperson

    Tanita Lestingi
    Buch- und Pressemarkt
    tanita.lestingi@senweb.berlin.de

Gewinner:innen des Berliner Verlagspreises 2025

  • Großer Berliner Verlagspreis 2025: MÄRZ Verlag

    Der MÄRZ Verlag knüpft an seine traditionsreiche Geschichte seit den späten 1960er-Jahren an und wurde 2021 in Berlin neu gegründet, um klassische März-Titel mit neuer Gegenwartsliteratur in Dialog zu bringen. Das vielfältige Programm reicht von Romanen und Manifesten über Reiseberichte und Graphic Novels bis hin zu Fotoreportagen und neu aufgelegten Romanklassikern.

  • Berliner Verlagspreis 2025: BeBra Verlag

    Der BeBra Verlag versteht sich als Hauptstadtverlag mit dem umfangreichsten Berlin-Programm und legt den Fokus auf Geschichte, Kultur und Zeitgeschichte der Region. Mit einem dreigeteilten Programm aus Regionaltiteln, populären Sachbüchern und wissenschaftlichen Reihen bietet der Verlag fundierte Informationen und unterhaltsame Zugänge zu historischen und aktuellen Themen.

  • Berliner Verlagspreis 2025: Kraus Verlag

    Der Kraus Verlag ist ein junger, unabhängiger Kinderbuchverlag aus Berlin, der seit 2021 Bücher veröffentlicht, die spielerisch und mit feinem Humor die Welt erkunden. Seine liebevoll gestalteten Bilderbücher setzen auf Sprachspielereien, „sinnvollen Unsinn“ und Herzensbildung statt pädagogischem Zeigefinger und ermutigen Kinder, selbstständig zu denken.

  • Shortlist 2025: DAS GRAMM, Favouritenpresse, SHIFT BOOKS

    DAS GRAMM ist ein Magazin für Kurzgeschichten, das alle zwei Monate erscheint und sich auf jeweils eine einzige herausragende Geschichte pro Ausgabe konzentriert. Die sorgfältig kuratierten und lektorierten Texte eröffnen überraschende Einblicke in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur und machen es Leser:innen leicht, regelmäßig gute kurze Prosa zu entdecken.

    Die Favoritenpresse wurde 2020 in Berlin als Werkstatt für besonders ästhetisch gestaltete Bücher gegründet, die gleichermaßen Auge und Geist ansprechen. Jedes Buch wird als buchkünstlerisches Unikat verstanden, das mit großer Sorgfalt in Gestaltung, Materialität und Inhalt realisiert wird.

    SHIFT BOOKS ist ein Berliner Verlag für Kunst- und Fotobücher, der mit seinem Programm Räume für Debatten zu gender-, politischen und kulturellen Themen eröffnet. In enger Zusammenarbeit mit aufstrebenden und etablierten Künstler:innen entstehen Publikationen mit individueller Gestaltung und nachhaltiger, weitgehend veganer Produktion, die künstlerische und gesellschaftliche Relevanz verbinden.

Gewinner:innen des Berliner Verlagspreises 2024

  • Großer Berliner Verlagspreis 2024: Voland & Quist

    Der Verlag Voland & Quist fördert gezielt neue literarische Stimmen, insbesondere Debütautor:innen aus Osteuropa, und etabliert mit seinem vielseitigen Programm innovative literarische Formate. Digitale Projekte wie die Kurzgeschichten-App zeigen das Engagement für zukunftsweisende Erzählweisen.

  • Berliner Verlagspreis 2024: Reprodukt

    Reprodukt ist ein führender Comic-Verlag mit einem vielfältigen Programm von Graphic Novels, Mangas bis Kindercomics. Er unterstützt junge und internationale Künstler:innen und setzt mit gesellschaftlich relevanten Themen und außergewöhnlicher Gestaltung immer wieder innovative Maßstäbe.

  • Berliner Verlagspreis 2024: Transit Verlag

    Der Transit Verlag veröffentlicht anspruchsvolle Sachbücher und internationale Literatur, fördert junge Übersetzer:innen und legt den Schwerpunkt auf aktuelle politische, kulturelle und gesellschaftliche Themen, die er mit hoher inhaltlicher Qualität präsentiert.

  • Shortlist 2024: Orlanda, mikrotext und Jaja Verlag

    Der Verlag Orlanda fördert feministische und queere Literatur sowie marginalisierte Stimmen. Mit einer sensiblen Themenwahl rund um Diversität, Migration, Sexualität, Gender und Inklusion stärkt er die literarische Vielfalt.

    Der Verlag mikrotext zeichnet sich durch digitale Literatur und neue, unkonventionelle Erzählformen aus. Er unterstützt gezielt Nachwuchsautor:innen und überschreitet mit E-Books, Social-Media-Formaten und Mitmachbüchern die Grenzen traditioneller Verlagsarbeit.

    Der Jaja Verlag vereint kreative Publikationen mit Sachbuch und Wissenschaft. Er ist bekannt für handgemachte Comics, Graphic Novels und illustrierte Werke, die sachliche Inhalte mit hoher ästhetischer und ökologischer Qualität vermitteln.

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