Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen einen 25-Jährigen, der in der Absicht, seinen Vater zu töten, auf diesen eingestochen haben soll, Anklage zum Landgericht Berlin I wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhoben.
Am 20. März 2026 soll es in der Wohnung des Angeschuldigten in Kreuzberg zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem inzwischen 59 Jahre alten Vater gekommen sein. In der Absicht, seinen Vater zu töten, soll der Angeschuldigte ihm mit einem Küchenmesser in den Bauch gestochen haben. Dabei soll er davon ausgegangen sein, dass die Verletzung tödlich sein würde.
Der 59-Jährige konnte sich anschließend in das Treppenhaus retten; eine Nachbarin wurde dort auf ihn aufmerksam und verständigte den Notruf. Einsatzkräfte der Berliner Polizei nahmen den Angeschuldigten noch vor Ort fest. Sein Vater musste in einem Berliner Krankenhaus notoperiert und stationär behandelt werden.
Der Angeschuldigte ist seitdem einstweilen in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht, da Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass er aufgrund einer psychischen Erkrankung bei der Tatbegehung zumindest vermindert schuldfähig gewesen sein könnte.