Berliner Kältebus in Brand gesetzt – Sicherungsverfahren gegen Beschuldigten beantragt

Pressemitteilung Nr. 109 vom 22.06.2026

Bezüglich eines inzwischen 41 Jahre alten Mannes hat die Staatsanwaltschaft Berlin vor dem Landgericht Berlin I ein Sicherungsverfahren beantragt. Ziel ist die dauerhafte Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus, da Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass er aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung bei der Tatbegehung schuldunfähig gewesen sein könnte.

Der Beschuldigte soll am Nachmittag an Neujahr 2026 in der Lehrter Straße in Berlin-Mitte mit einem Feuerzeug und Brandbeschleuniger einen Berliner Kältebus in Brand gesetzt haben. Die Fahrzeugfront geriet vollständig in Brand, wodurch der Bus unbenutzbar wurde und ein Sachschaden in Höhe von rund 70.000 Euro entstand. Zeugen hatten den erheblich alkoholisierten Beschuldigten bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten; anschließend wurde er von den Beamten vor Ort festgenommen.

Der zu den Vorwürfen schweigende Beschuldigte befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Das Landgericht Berlin I hat nunmehr unter Aufhebung des Haftbefehls über den Erlass eines Unterbringungsbefehls sowie über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Antragsschrift zur Hauptverhandlung im Sicherungsverfahren zu entscheiden.