Geschäftsmann beraubt und erpresst – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Pressemitteilung Nr. 94 vom 08.06.2026

Gegen einen inzwischen 21-Jährigen, der einen jetzt 45 Jahre alten Geschäftsmann beraubt und erpresst haben soll, hat die Ermittlungsgruppe Telum der Staatsanwaltschaft Berlin Anklage unter anderem wegen gemeinschaftlichen Raubes und gemeinschaftlicher versuchter räuberischer Erpressung sowie gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zum Landgericht Berlin I erhoben.

Der Angeschuldigte soll am Nachmittag des 31. Oktober 2025 mit drei unbekannten Mittätern in die Geschäftsräume der Firma des Geschäftsmannes eingedrungen sein, wobei alle Sturmhauben getragen haben sollen. Ein Mitarbeiter der Firma soll von einem der Mittäter auf dem Boden fixiert worden sein, während der Angeschuldigte und die beiden anderen Mittäter zum Geschäftsmann gegangen sein sollen. Einer der Mittäter soll diesem dann ins Gesicht geschlagen und ihm eine Armbanduhr im Wert von rund 80.000,- Euro entwendet haben. Der Geschäftsmann soll einen Jochbein- und Nasenbeinbruch erlitten haben. Auch weitere Mitarbeiter die hinzueilten, sollen von den Mittätern des Angeschuldigten geschlagen und geschubst worden sein, um die Flucht aus den Geschäftsräumen zu ermöglichen. Der Angeschuldigte soll ferner mit weiteren unbekannten Mittätern übereingekommen sein, den Geschäftsmann um weitere Geldbeträge zu erpressen. Zu diesem Zweck sollen unbekannte Schützen am 25. November 2025 auf das Wohnhaus und am 14. Dezember 2025 auf ein Auto von dem Geschäftsmann nahestehenden Personen geschossen haben. Mittäter des Angeschuldigten und dieser selbst sollen den Geschäftsmann wiederholt telefonisch und mittels Messengerdiensten kontaktiert und dabei einen Betrag von 800.000,- Euro gefordert haben. Für den Fall der Nichtzahlung sollen sie ferner mit der Tötung des Geschäftsmannes gedroht und dabei teilweise auch auf die vorherigen Schussabgaben auf das Wohnhaus und das Fahrzeug Bezug genommen haben. Zu einer Zahlung des geforderten Geldbetrages soll es bisher nicht gekommen sein.

Der Angeschuldigte befindet sich aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft erwirkten Haftbefehls seit dem 7. Januar 2026 in Untersuchungshaft.