23-Jähriger nach Autoexplosion in Berlin angeklagt

Pressemitteilung Nr. 83 vom 29.05.2026

Ein 23-Jähriger, der das Leasingfahrzeug seines Bruders gesprengt und anschließend falsche Angaben gegenüber der Polizei und Feuerwehr gemacht haben soll, muss sich nach einer Anklage der Staatsanwaltschaft Berlin vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Ihm wird das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie Brandstiftung und das Vortäuschen einer Straftat vorgeworfen.

Am frühen Morgen des 12. September 2025 soll der Angeschuldigte gemeinsam mit zwei weiteren Unbekannten in Schöneberg im Fahrzeuginneren gelagertes Benzin absichtlich angezündet haben. Infolge der sich durch die Lagerung bildenden Benzin-Gas-Wolke soll es daraufhin zu einer druckartigen Explosion gekommen sein. Dabei soll der Angeschuldigte selbst verletzt worden sein; zudem wurden drei weitere Fahrzeuge sowie die angrenzende Feuerwache beschädigt.

Noch am Explosionsort soll der Angeschuldigte gegenüber Polizei und Feuerwehr wahrheitswidrig angegeben haben, maskierte Personen hätten an dem Fahrzeug manipuliert und das Fahrzeug bei seinem Versuch einzusteigen zur Explosion gebracht.

Das Motiv des Angeschuldigten soll die Vermeidung der hohen Kosten für das Fahrzeug gewesen sein.

Der geständige Angeschuldigte wurde am 2. Oktober 2025 aufgrund eines Haftbefehls festgenommen und zwischenzeitlich vom Vollzug der Untersuchungshaft verschont.