Ein inzwischen 27-Jähriger muss sich nach einer Anklage der Staatsanwaltschaft Berlin vor dem Landgericht Berlin I verantworten. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, in zwei Fällen Betäubungsmittel in nicht geringer Menge eingeführt und damit Handel getrieben zu haben, wobei ihm in einem Fall hiervon derselbe Vorwurf im Zusammenhang mit einem Verstoß gegen das Konsumcannabisgesetz gemacht wird.
Der Angeschuldigte soll von Januar 2020 bis März 2021 Nutzer verschlüsselter Krypto-Mobiltelefone gewesen sein. Um seinen Handel mit Cannabisprodukten und Rauschgift zu betreiben, soll er teilweise parallel die Messengerdienste EncroChat und Sky ECC genutzt haben. Unter anderem soll er im März und Mai 2020 insgesamt 120 Kilogramm Haschisch und 15 Kilogramm Kokain in den Niederlanden vor Ort gekauft haben. Der Gesamtpreis für das Haschisch soll bei 420.000 Euro gelegen haben. Das Rauschgift und die Cannabisprodukte sollen anschließend von Dritten nach Berlin verbracht und dort verkauft worden sein. Der Angeschuldigte soll mit seinen Geschäften insgesamt 2.087.600 Euro verdient haben, deren Einziehung die Staatsanwaltschaft anstrebt.
Der Angeschuldigte stellte sich am 24. Februar 2026 am Flughafen Berlin-Brandenburg den Strafverfolgungsbehörden und befindet sich seitdem aufgrund eines Haftbefehls in Untersuchungshaft.