Anklage nach schweren Raubtaten

Pressemitteilung Nr. 59 vom 05.05.2026

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen vier Männer im Alter von mittlerweile 19, 21, 23 und 25 Jahren, die insgesamt sieben Personen überfallen und teilweise schwer verletzt haben sollen, unter anderem wegen schweren Raubes Anklage zum Landgericht Berlin I – Jugendkammer – erhoben.

In der Zeit vom 3. Mai 2025 bis zum 11. Juli 2025 sollen die Angeschuldigten in sechs Fällen, unter wechselnder Beteiligung, die Geschädigten zunächst in Spielbanken bzw. Wettbüros in Berlin-Mitte ausgespäht und anschließend überfallen haben. Nachdem die Geschädigten Gewinne erspielt und damit die Lokalitäten verließen, sollen die Angeschuldigten diesen gefolgt sein, um ihnen bei geeigneter Gelegenheit unter Anwendung von Gewalt die erspielten Gewinne und andere Wertgegenstände zu entwenden. Der 19-Jährige und der 23-Jährige sollen jeweils an zwei, der 25-Jährige an drei erfolgreichen und der 21-Jährige an einem versuchten Überfall beteiligt gewesen sein. Es sollen Geldbeträge zwischen 145,- Euro und 18.120,- Euro sowie Wertsachen wie Mobiltelefone bei den Taten erbeutet worden sein. Die Geschädigten wurden durch Schläge und Tritte teilweise schwer verletzt. Ein Geschädigter musste mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. Bei vier Taten sollen der 21-Jährige, der 23-Jährige und der 25-Jährige darüber hinaus Reizstoffsprays eingesetzt haben. Die Anklage geht davon aus, dass sich die Angeschuldigten und weitere Mittäter, gegen die gesonderte Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden, spätestens im Frühjahr 2025 zu einer Bande zusammengeschlossen hatten, um sich mit vergleichbaren Taten eine regelmäßige Einkommensquelle zu erschließen.

Im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen der eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe „Spielbank“ bei Dir 5 K 4 der Berliner Polizei konnten die Angeschuldigten identifiziert und deren Tatbeteiligungen aufgeklärt werden. Die Angeschuldigten schweigen zu den Vorwürfen. Die 19, 23 und 25 Jahre alten Angeschuldigten wurden am 19. Dezember 2025 festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.