Anklage gegen Polizeibeamten wegen versuchten Betrugs im besonders schweren Fall

Pressemitteilung Nr. 46 vom 20.04.2026

Ein 25-jähriger Polizeibeamter des Bundeskriminalamts muss sich nach einer Anklage der Staatsanwaltschaft Berlin wegen versuchten Betrugs im besonders schweren Fall vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten.

Der Angeschuldigte soll am 7. Mai 2025 in einen ICE am Berliner Ostbahnhof in Richtung Basel mit großem Gepäck eingestiegen sein. Im Zug soll er dem Zugführer seinen Dienstausweis des Bundeskriminalamts vorgezeigt und angegeben haben, dass er eine Observation mit einem Kollegen durchzuführen habe. Tatsächlich war der Angeschuldigte mit der Durchführung von Observationen dienstlich nicht beauftragt.

Da der Angeschuldigte während der Zugfahrt überwiegend einen Film auf seinem Mobiltelefon angesehen haben soll und der vermeintliche Kollege des Angeschuldigten ebenfalls nicht zugestiegen war, meldete der Zugführer den Vorfall der Bundespolizei. In Hannover musste der Angeschuldigte den Fahrpreis in Höhe von 69,99 Euro nachzahlen.