Anklage wegen versuchten heimtückischen Mordes aus Mordlust und Verdeckungsabsicht

Pressemitteilung Nr. 298 vom 10.12.2025

Gegen einen inzwischen 19-Jährigen, der im öffentlichen Straßenraum eine Mutter und ihre Tochter mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage zum Landgericht Berlin I erhoben. Dem Angeschuldigten wird versuchter Mord sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen vorgeworfen. In beiden Fällen geht die Staatsanwaltschaft von einer Begehungsweise aus Mordlust aus, wobei er im ersten Fall heimtückisch und im zweiten Fall zur Verdeckung einer anderen Tat – nämlich dem ersten Fall – gehandelt haben soll.

Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, am 1. Juni 2025 gegen 2:30 Uhr in der Schwarzmeerstraße in Friedrichsfelde eine 20-Jährige mit einem Messer angegriffen zu haben. Mit Tötungsabsicht soll er unvermittelt und mehrfach auf die Geschädigte eingestochen haben. Als die 52-jährige Mutter dann ihrer Tochter zur Hilfe kam, soll er auch auf diese mehrfach eingestochen haben. Zwei außer Dienst befindliche Polizeibeamte wurden auf das Geschehen aufmerksam und eilten zur Hilfe, woraufhin der Angeschuldigte vom Tatort geflohen sein soll.

Die 20-Jährige erlitt mehr als 70 Stich- und Schnittverletzungen und musste stationär behandelt werden. Sie schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Die 52-Jährige erlitt mehrere Stichverletzungen und musste ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden.

Dem Angeschuldigten wird aufgrund der durchgeführten Ermittlungen vorgeworfen, dass er eine Faszination dafür entwickelt hatte, wahllos Menschen zu töten. Zu diesem Zweck soll er am Tattag die Geschädigten angegriffen haben. Die Identitäten der Geschädigten sollen für den Angeschuldigten unerheblich und austauschbar gewesen sein, weswegen die Staatsanwaltschaft von dem Mordmerkmal der Mordlust ausgeht.

Im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen, unter anderem einer Öffentlichkeitsfahndung, konnte der Angeschuldigte namhaft gemacht und am 3. Juli 2025 festgenommen werden. Seit dem Folgetag ist er einstweilen im Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebracht.

Gemeinsame Meldung vom 4. Juli 2025: Versuchter Mord an Mutter und Tochter -Tatverdächtiger festgenommen
Nach intensiven Ermittlungen der 7. Mordkommission wurde in der vergangenen Nacht ein Tatverdächtiger festgenommen. Die Festnahme des 18-Jährigen erfolgte um kurz nach 22 Uhr in seiner Wohnung in Spandau. Er wurde heute einem Bereitschaftsgericht vorgeführt, das einen Unterbringungsbefehl wegen zweifachen versuchten Mordes erließ.

Gemeinsame Meldung vom 5. Juni 2025: Mutter und Tochter angegriffen – Polizei bittet um Hinweise
Mit einem Phantombild bittet die 7. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin um Hinweise zu einem versuchten Tötungsdelikt in Friedrichsfelde. Am Sonntag, den 1. Juni 2025, gegen 2:40 Uhr, hat ein bislang Unbekannter eine 19-Jährige auf dem Gehweg der Schwarzmeerstraße überwältigt. Die junge Frau erlitt mehrere Stichverletzungen. Ihre 51- jährige Mutter kam hinzu und riss den Unbekannten von ihrer Tochter, woraufhin er auch sie
angriff und verletzte. Auf das Geschehen wurden zwei Polizisten außer Dienst aufmerksam und leisteten Erste Hilfe. Beide Frauen wurden ins Krankenhaus gebracht. Die 19-Jährige schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Inzwischen konnte ein Phantombild des geflüchteten Tatverdächtigen erstellt werden. Vermutlich ist er psychisch auffällig. Er selbst nannte sich
„Brian“ (phonetisch –die Schreibweise kann abweichen). Ob er tatsächlich so heißt oder sich auch nur zeitweise so nennt, ist nicht sicher. Bei der Tat soll sich der Unbekannte verletzt haben. Er könnte Stich-, Schnitt-, Schlag- oder Bissverletzungen im Gesicht, am Oberkörper und/oder an den Händen aufweisen.

Polizeimeldung vom 01.06.2025: Mutter und Tochter angegriffen – 7. Mordkommission ermittelt:

Die 7. Mordkommission ermittelt seit der vergangenen Nacht zu einem versuchten Tötungsdelikt in Friedrichsfelde. Nach derzeitigem Kenntnisstand griff ein bisher Unbekannter gegen 2:40 Uhr in der Schwarzmeerstraße zunächst eine 19-Jährige an und fügte ihr lebensbedrohliche Verletzungen zu. Als ihre 51 Jahre alte Mutter ihr zu Hilfe kam, griff er auch sie an und verletzte sie ebenfalls erheblich. Zwei außer Dienst befindliche Polizeibeamte wurden durch Hilfeschreie auf die Tat aufmerksam und schritten ein, als der Unbekannte auf die Mutter einwirkte. Dem Tatverdächtigen gelang die Flucht. Beide Frauen kamen zur stationären Aufnahme und Behandlung in ein Krankenhaus. Bei der Tochter soll derzeit Lebensgefahr bestehen.