Anklage gegen falschen Polizisten wegen gemeinschaftlichen Raubes und Amtsanmaßung

Pressemitteilung Nr. 266 vom 03.11.2025

Gegen einen mittlerweile 30-Jährigen, der mit einem 22-Jährigen als angeblicher Polizist einen Geschäftsmann überfallen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Berlin wegen gemeinschaftlichen Raubes und Amtsanmaßung Anklage zum Landgericht Berlin I erhoben.

Am 28. März 2025 sollen die beiden den inzwischen 60 Jahre alten Geschäftsmann in dessen Büroräumen in Moabit unter Vorhalt einer Pistole überfallen haben. Hierbei sollen der Angeschuldigte und sein Mittäter schwarze T-Shirts mit der Aufschrift „Polizei“ getragen und bei Betreten des Büros auch „Polizei“ gerufen haben, obwohl sie keine Polizeibeamten sind. Sie sollen dann den Geschäftsmann und eine ebenfalls anwesende Zeugin mit Kabelbindern gefesselt haben. Anschließend sollen sie ihm einen Tresorschlüssel und mit diesem aus dem dazugehörigen Tresor mindestens 100.000 Euro Bargeld entwendet haben. Schließlich sollen sie dem Geschäftsmann und der Zeugin die Münder mit Klebeband verklebt haben und vom Tatort geflohen sein.

Der Mittäter des Angeschuldigten wurde wegen dieser Tat vom Landgericht Berlin I bereits am 4. September 2025 wegen schweren Raubes noch nicht rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.
Der nun Angeschuldigte wurde aufgrund eines zuvor von der Staatsanwaltschaft erwirkten Haftbefehls am 22. September 2025 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.