Anklage gegen Rechtsanwalt wegen Beihilfe zum Bankrott

Pressemitteilung Nr. 262 vom 30.10.2025

Ein mittlerweile 41 Jahre Rechtsanwalt soll den Geschäftsführer eines in finanzielle Schieflage geratenen Unternehmens für e-Learning- und Mitarbeiterschulungsangebote dabei unterstützt haben, Firmengeld beiseite zu schaffen. Die Staatsanwaltschaft hat daher gegen ihn jetzt Anklage wegen Beihilfe zum Bankrott zum Amtsgericht Tiergarten erhoben.

Der gesondert verfolgte Geschäftsführer – ein inzwischen 50-Jähriger, der wegen seines Vorgehens bereits 2023 zum Amtsgericht Tiergarten angeklagt wurde – soll in der Zeit Anfang 2018 ein sich aus Kundengeldern zusammensetzendes Guthaben in Höhe von rund 301.000 Euro auf ein Konto bei der Bank of China überwiesen haben, dass der angeschuldigte Rechtsanwalt für einen anderen Mandanten als Treuhandkonto geführt haben soll. In dem Wissen, dass die Gesellschaft damit um sämtliche liquiden Mittel gebracht worden ist und dieses Geld daher etwaigen Gläubigerforderungen entzogen werden sollte, soll er es dann auf ein rumänisches Bankkonto weiterüberwiesen haben. Bewusst wahrheitswidrig soll er später im Insolvenzverfahren auch noch angegeben haben, die Überweisung sei als Gegenleistung für Dienstleistungen des Webmarketings erfolgt.