Gegen einen 58-Jährigen, der einen Mann bestohlen und anschließend in den Teltowkanal gestoßen haben soll, wo dieser ertrank, hat die Staatsanwaltschaft Berlin nun wegen Mordes aus Habgier und in Verdeckungsabsicht in Tateinheit mit räuberischem Diebstahl mit Todesfolge Anklage zum Landgericht Berlin I erhoben.
Am 30. Juni 2025 soll der Angeschuldigte den später Verstorbenen bei Einkäufen in einem Supermarkt in Berlin-Britz beobachtet haben. Da ihm aufgefallen war, dass dieser erheblich alkoholisiert war, soll er ihn als leichtes Opfer eines Diebstahls identifiziert haben. Er soll im daher nachgegangen und ihm auf dessen Heimweg in der Nähe der Britzer Brücke dessen Mobiltelefon und die Crossbody-Tasche mitsamt Portemonnaie entrissen haben. Anschließend soll er, um seine spätere Identifizierung durch den 62-Jährigen zu verhindern, diesen die steile Uferböschung des Teltowkanals hinuntergestoßen haben. Dessen Tod soll er dabei billigend in Kauf genommen haben, da aufgrund der Alkoholisierung des Mannes nicht davon auszugehen war, dass dieser sich selbst würde retten können. Er konnte zwar noch lebend aus dem Teltowkanal geborgen werden, verstarb aber rund anderthalb Stunden später aufgrund des Ertrinkens im Krankenhaus.
Über das entwendete und nach wie vor eingeschaltete Mobiltelefon konnte der Angeschuldigte als Tatverdächtiger identifiziert werden. Er wurde am 1. Juli 2025 vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem Folgetag in Untersuchungshaft.
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Vorherige gemeinsame Pressemitteilung vom 01.07.2025: Mann in den Teltowkanal gestürzt – Mordkommission ermittelt
Gestern Abend alarmierten Zeugen die Polizei, nachdem sie kurz vor 21:30 Uhr beobachtet hatten, wie ein Mann auf der Höhe der Britzer Brücke in den Teltowkanal stürzte und unterging. Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr gelang es zunächst, den 62-Jährigen zu retten und unter Reanimation in ein Krankenhaus zu bringen, dort verstarb er jedoch. Da ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden kann, haben die 4. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin und die Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen übernommen.
Vorherige gemeinsame Pressemitteilung vom 02.07.2025: Festnahme nach Sturz in Teltowkanal
Nachdem vorgestern ein 62-Jähriger in den Teltowkanal stürzte und später verstorben war, nahmen Ermittlerinnen und Ermittler der 4. Mordkommission gestern Abend einen Tatverdächtigen in einem Imbiss in der Hermannstraße in Neukölln fest. Der 58-Jährige steht im Verdacht für den Tod des 62-Jährigen verantwortlich zu sein. Er soll heute einem Ermittlungsrichter zum Zwecke des Erlasses eines Haftbefehls vorgeführt werden. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Berlin, insbesondere zu Hintergründen der Tat und zum Tatgeschehen, dauern an.