Anklage wegen versuchter Anstiftung zum Mord erhoben

Pressemitteilung vom 19.09.2025

Nr. 224

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen eine inzwischen 36-jährige Frau Anklage zum Landgericht Berlin I wegen versuchter Anstiftung zum Mord an ihrem getrenntlebenden Ehemann erhoben.

Im Jahr 2023 soll die Angeschuldigte die damals 13-Jährige Tochter des Geschädigten in ihren Plan eingeweiht haben, deren Vater töten zu lassen. Über eine damals 12-jährige Schulfreundin der Tochter des Geschädigten soll diese anschließend den Kontakt zu der inzwischen 36-jährigen Mutter der Schulfreundin vermittelt haben.

Die 36-jährige Frau soll sich dann am 20. Juli 2023 in der Wohnung der Angeschuldigten in Lichtenberg bereit erklärt haben, für eine Summe von insgesamt 5.000 Euro den Auftragsmord an dem Geschädigten auszuführen. In der Folgezeit soll die Angeschuldigte ihr hierfür insgesamt 1.800 Euro in bar als Vorabzahlung übergeben haben.

Tatsächlich setzte die 36-Jährige zu keinem Zeitpunkt den Auftrag um und hatte dies auch nie vor. Sie nahm den Auftrag lediglich zum Schein an, um so an das Geld zu gelangen. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte sie deswegen im April 2025, inzwischen rechtskräftig, wegen Betrugs zu einer Geldstrafe.