Nr. 206
Ein 51 Jahre alter Mann – wohl mit besonderer Affinität zum Luftverkehr – soll sechs Fälle des gewerbsmäßigen Betruges, davon in fünf Fällen versucht, begangen haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen ihn nun Anklage zum Amtsgericht Tiergarten erhoben.
Bereits im August 2018 soll der Angeschuldigte bei einem Bekannten ein Darlehen über 85.000 Euro erschlichen haben – ohne je vorgehabt zu haben, dieses auch zurückzuzahlen.
Im Mai 2021 soll er dann bei eBay einen Mercedes 600 SEL zum Preis von 28.500 Euro zu kaufen versucht haben.
Ebenfalls im Mai 2021 soll er dann mit einem Luftfahrtunternehmen einen Kaufvertrag über ein Privatflugzeug des Typs Pilatus PC 24 im Wert von über 13,8 Millionen US-Dollar geschlossen haben. Hier kam es immerhin nicht zu einer Überlassung des Flugzeugs, weil er bereits die Anzahlung nicht leistete.
Ebenfalls an der fehlenden Anzahlung scheiterte im Mai 2021 der Kauf Audi S5 Cabriolet zum Preis von 89.000 Euro.
Etwa eine Woche später soll der Angeschuldigte bei einem Luftfahrtunternehmen einen Charterflug für zwei Personen zum Preis von 11.400 Euro gebucht haben. Er soll hier eine gefälschte Zahlungsbestätigung eingereicht haben, was allerdings erkannt wurde. Der Flug wurde nicht durchgeführt, gleichwohl entstand für die bereits erfolgten Vorausleistungen ein Schaden in Höhe von 4.200 Euro.
Am 8. Dezember 2021 soll der Angeschuldigte erneut einen Privatflug gebucht haben– diesmal für drei Personen. Auch hier täuschte er mit einer gefälschten Zahlungsbestätigung eine Zahlung über 9.480 Euro vor. Der Flug fand nicht statt; dem Unternehmen entstand gleichwohl ein Schaden in Höhe von sogar 9.855 Euro – weil der Angeschuldigte auf Nachfrage der Geschädigten am Abend zuvor noch einer Unterstellung des Flugzeugs im Hangar des Flughafens Wien zugestimmt hat, um eine Enteisung des Flugzeugs am nächsten Tag zu vermeiden und so noch zusätzliche Kosten für die Hangarmiete entstanden sind.