Nr. 189
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen einen 30 Jahre alten Mann, der insgesamt 56 Kilogramm Cannabis und ein Kilogramm Kokain verkauft haben soll, Anklage zum Landgericht Berlin I wegen eines Falles gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und zwölf Fällen des mit Cannabis in nicht geringer Menge erhoben.
Der Angeschuldigten, der sich seit dem 14. Mai 2025 in Untersuchungshaft befindet, soll zwischen Ende März und Anfang Juni 2020 unter Verwendung des kryptierten Messengerdienstes EncroChat insbesondere in Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf einen professionellen Drogenhandel im Kilogrammbereich betrieben haben.
Zum An- und Weiterverkauf soll er konspirativ Übergaben an wechselnden Orten im Stadtgebiet, unter anderem auf dem Parkplatz eines Baumarkts am Kurt-Schumacher-Platz, in der Nähe des U-Bahnhofs Deutsche Oper, am Adenauerplatz sowie an der Marzahner Promenade, organisiert haben.
Während er in den meisten Fälle jeweils nur ein Kilogramm angekauft haben soll, soll er am 30. März 2020 und am 21. Mai 2020 mit gleich elf Kilogramm Marihuana für insgesamt jeweils etwa 34.000 Euro gehandelt haben. Insgesamt soll der Angeschuldigte aus den Taten Einnahmen in Höhe von mindestens 62.900 Euro erzielt haben.