Durchsuchungen wegen Autobrandstiftungen an der JVA Plötzensee
Pressemitteilung vom 22.07.2025
Nr. 187
Einsatzkräfte der Polizei Berlin vollstreckten gestern Abend im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin Durchsuchungsbeschlüsse gegen zwei Beschuldigte wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Brandstiftung an Autos vor Justizvollzugsanstalten.
Ein 47-Jähriger, der derzeit in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee inhaftiert ist, soll einen 29 Jahre alten damaligen Mitinsassen beauftragt haben, von dort aus die Brandstiftungen an Fahrzeugen zu veranlassen. Dies soll ein Mitbeschuldigter, bei dem bereits am 11. März 2025 durchsucht wurde, dann auch umgesetzt haben: Konkret soll dieser am 7. Juni 2024, am 3. September 2024 und am 21. Oktober 2024 Fahrzeuge in der Nähe der JVA Plötzensee in Brand ge-setzt und haben mindestens erheblich beschädigt, manche auch vollständig zerstört haben.
Auf dieselbe Weise sollen der 47-Jährige über den 29-Jährigen auch zwei weitere Brandstiftungen vor der JVA Plötzensee, nämlich am 28. Mai 2024 und am 29. Mai 2024, durch noch unbekannte Täter beauftragt haben.
Durchsucht wurde der Haftraum des 47-Jährigen in der JVA Plötzensee sowie die Wohnanschrift des 29-Jährigen in Moabit. Die Durchsuchung führte zum Auffinden von Mobiltelefonen sowie – in einer Wohnung in Moabit – von Cannabis in nicht geringer Menge. Die Mobiltelefone werden nun im Verlauf der weiter andauernden Ermittlungen insbesondere in Hinblick auf die Kommunikation der beiden Beschuldigten untereinander sowie mit etwaigen Mittätern außerhalb der Justizvollzugsanstalt ausgewertet.
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