Gemeinsame Pressemitteilung: Durchsuchungen wegen des Verdachts des Versicherungsbetruges
Pressemitteilung vom 07.07.2025
Nr. 170
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin vollstreckten am Donnerstag Morgen rund 35 Einsatzkräfte der Polizei Berlin Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts des Versicherungsbetruges in bislang 58 Fällen an sieben Anschriften in den Berliner Ortsteilen Friedrichshain, Neukölln, Rummelsburg, Wedding sowie in der Justizvollzugsanstalt Heidering, in der sich einer der Beschuldigten, ein Versicherungsmakler, derzeit wegen einer Verurteilung wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufhält.
Die insgesamt vier Beschuldigten, eine 31-jährige Frau sowie drei Männer im Alter von 33, 44 und 45 Jahren, sollen nach den bisherigen Ermittlungen seit November 2022 deutschlandweit Hausrats- oder Fahrraddiebstahlsversicherungen abgeschlossen und anschließend nicht existente, hochwertige Fahrräder im Wert von 4.000 bis 18.000 Euro als gestohlen gemeldet haben. Insgesamt sollen die Beschuldigten so einen Schaden von etwa 310.000 Euro verursacht haben.
Hierzu sollen sie Kaufrechnungen, Bestätigungen über Anzeigeerstattungen bei der Polizei sowie Einstellungsbescheide der Staatsanwaltschaft gefälscht haben. Zudem wurden zahlreiche Konten mit Aliasnamen unter Verwendung gefälschter Personaldokumente eröffnet.
Im Rahmen der Durchsuchungen konnten diverse Beweismittel sichergestellt werden. Unter anderem wurden elektronische Speichermedien, Unterlagen, Ausweise und Bankkarten aufgefunden. Ferner wurden mutmaßliche Betäubungsmittel (Fentanylpflaster mit einem die nicht geringe Menge übersteigenden Wirkstoffgehalt) sichergestellt. Der 33-jährige Tatverdächtige wurde daher wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge für ein Fachkommissariat des Landeskriminalamts eingeliefert und befindet sich nun in Untersuchungshaft.
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