Nr. 140
Gegen einen 29-Jährigen, der am 21. Dezember 2024 gemeinsam mit einem anderen Mann bei einem Raub den Tod eines 38-Jährigen verursacht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Berlin nun wegen Raubes mit Todesfolge Anklage zum Landgericht Berlin I erhoben.
Der später Verstorbene soll in Begleitung seiner Lebensgefährtin am Abend des 21. Dezember 2024 einen Karton mit Betäubungsmitteln aus seinem Transporter in seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Sonnenallee (Berlin-Neukölln) zu bringen versucht haben. Der Angeschuldigte und der mutmaßliche Mittäter sollen den beiden unbemerkt ins Treppenhaus gefolgt sein und ihnen dort mit Gewalt den Karton mit Betäubungsmitteln entrissen haben. Der mutmaßliche Mittäter und der Geschädigte sollen dabei die Treppe heruntergestürzt sein. Der Geschädigte soll so unter dem Angeschuldigten zu liegen gekommen sein und keine Möglichkeit gehabt haben, seinen Sturz abzufangen. So schlug er mit dem Kopf direkt auf dem Boden auf. Er soll aufgrund der dabei erlittenen Kopfverletzungen sofort bewusstlos gewesen sein und verstarb zwei Tage später im Krankenhaus. Der Angeschuldigte und der gesondert Verfolgte mutmaßliche Mittäter sollen mit dem Karton mit Betäubungsmitteln die Flucht ergriffen haben.
Der Angeschuldigte soll sich am Folgetag zunächst ein Flugticket in die Dominikanische Republik besorgt haben. Dort soll er – da er nicht über das für einen Aufenthalt erforderliche Visum verfügte – am 26. April 2025 ausgewiesen und am 27. April 2025 wieder in Deutschland eingetroffen sein. Bei seiner Einreise am Flughafen Frankfurt wurde er aufgrund des zwischenzeitig vorliegenden Untersuchungshaftbefehls festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Der mutmaßliche Mittäter ist bereits angeklagt, die Ermittlungen gegen die anderen drei gesondert verfolgten Beschuldigten dauern noch an.
Vorherige gemeinsame Pressemitteilung vom 22. Dezember 2024:
https://www.berlin.de/generalstaatsanwaltschaft/presse/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1516255.php