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Von tokenisierter Finanzwirtschaft bis zu Weltraumnetzwerken: Unsere Finalisten in den Bereichen Web3, DLT und Blockchain

Berlin steht seit langem an der Spitze der Web3-Innovation in Europa. Was als Basisbewegung von Entwicklern, Kryptografen und Befürwortern der Dezentralisierung begann, hat sich zu einem dynamischen Ökosystem entwickelt, in dem Start-ups, Unternehmen, Regulierungsbehörden und Forscher gemeinsam die Zukunft der digitalen Infrastruktur gestalten. Heute zeichnet sich die Stadt nicht nur durch ihre lebendige Blockchain-Community aus, sondern auch durch ihre Fähigkeit, neue Technologien in reale Anwendungen umzusetzen – von der Finanz- und Kapitalmarktbranche bis hin zu völlig neuen Bereichen wie der Weltrauminfrastruktur.

Die Web3-Kategorie des Deep Tech Award 2026 spiegelt diese Entwicklung wider. Die diesjährigen Finalisten Bitbond, NYALA und Decen Space zeigen, wie Distributed-Ledger-Technologien über das Experimentierstadium hinausgehen und in skalierbare, wirkungsvolle Anwendungsfälle münden.

Aufbau der Infrastruktur für eine tokenisierte Wirtschaft

Bitbond Team

Das Leadership-Team von Bitbond

Für Bitbond begann die Reise in das Web3 mit einer klaren Erkenntnis: Traditionelle Finanzsysteme sind oft langsam, undurchsichtig und unzugänglich. Wie Gründer Radoslav Albrecht erklärt: „Als ich um 2012 Bitcoin und die Blockchain-Technologie entdeckte, erkannte ich sofort ihr Potenzial, diese veralteten Altsysteme zu überholen.“

Bitbond begegnet dieser Herausforderung, indem es die Ausgabe und Verwaltung digitaler Vermögenswerte vereinfacht. Der Ansatz des Unternehmens konzentriert sich darauf, die Blockchain-Technologie auch ohne tiefgreifendes technisches Fachwissen nutzbar zu machen und damit einer Vielzahl von Organisationen den Zugang zur tokenisierten Finanzwelt zu ermöglichen. Die langfristigen Ambitionen des Unternehmens sind ebenso ehrgeizig: „Unsere langfristige Vision ist es, dass Bitbond die grundlegende Infrastrukturschicht für die tokenisierte Wirtschaft bildet und dabei traditionelle Finanzsysteme nahtlos mit dezentralen Systemen verbindet.“

Diese Vision steht in engem Einklang mit den allgemeinen Entwicklungen in der Branche, insbesondere dem Aufstieg tokenisierter realer Vermögenswerte und der zunehmenden regulatorischen Klarheit in ganz Europa.

Öffnung der Kapitalmärkte durch regulierte Blockchain-Infrastruktur

NYALA Team photo

Gründer & Leadership-Team von NYALA

Während sich Bitbond auf Benutzerfreundlichkeit und Zugang konzentriert, baut NYALA das Rückgrat eines neuen, regulierten Finanzsystems auf.
Entstanden aus eigener Erfahrung mit den Ineffizienzen traditioneller Kapitalmärkte, schließt NYALA eine entscheidende Lücke: den Zugang.

Das Team um die CEOs Daniel Wernicke und Dr. Johannes Schmitt formuliert es so: „Die Idee war nicht, ein weiteres Krypto-Produkt zu entwickeln, sondern die Blockchain-Technologie zu nutzen, um ein reales Problem zu lösen: den Zugang zu den Kapitalmärkten für KMU zu demokratisieren, die bisher nie Teil des Kapitalmarktes waren, und Privatanlegern Zugang zu Anlageklassen zu verschaffen, die zuvor nur wenigen vorbehalten waren.“

Im Mittelpunkt der Arbeit von NYALA steht die „Digital Asset Engine“, die den gesamten Lebenszyklus tokenisierter Wertpapiere – von der Emission bis zur Abwicklung – innerhalb eines regulierten Rahmens ermöglicht. Ihre umfassendere Vision spiegelt das Ausmaß des derzeit stattfindenden Wandels wider: „Unsere langfristige Vision ist ein einheitlicher Investitionsmarkt in allen EU-Mitgliedstaaten, auf dem tokenisierte Wertpapiere nahtlos grenzüberschreitend emittiert, vertrieben und gehandelt werden können.“

Durch die Kombination von regulatorischer Compliance mit technischer Innovation veranschaulicht NYALA, wie sich Web3 zu einer Infrastruktur auf institutionellem Niveau entwickelt.

Dezentralisierung der Weltrauminfrastruktur

Decen Space Team Photo

Gründer & Leadership-Team von Decen Space

Decen Space erweitert die Grenzen von Web3 noch weiter und wendet dezentrale Prinzipien auf ein völlig neues Gebiet an: den Weltraum.
Das Unternehmen überdenkt die Art und Weise, wie Satelliten mit der Erde kommunizieren – ein Bereich, der traditionell von hohen Kosten und begrenztem Zugang geprägt ist. Ihr Ziel ist beeindruckend: „Wir wollen eine Welt schaffen, in der die Kommunikation vom Weltraum zur Erde so mühelos ist wie die Verbindung Ihres Telefons mit einem Mobilfunkmast.“

Durch den Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie zur Koordination eines globalen Netzwerks von Bodenstationen ermöglicht Decen Space mehr Akteuren den Zugang zur Weltrauminfrastruktur. Dies hat weitreichende Auswirkungen: „Wir können mehr Akteuren im Weltraum den Zugang ermöglichen und jenen mehr Zugang verschaffen, die bisher aufgrund der Kosten oder anderer Hindernisse ausgeschlossen waren.“

Von Universitäten und Start-ups bis hin zu aufstrebenden Weltraumnationen könnte der Ansatz des Unternehmens die Art und Weise, wie weltraumgestützte Daten- und Kommunikationssysteme aufgebaut und genutzt werden, grundlegend verändern.

Berlin: Drehscheibe für Web3-Innovation

Alle drei Finalisten heben Berlin als entscheidenden Faktor für ihren Erfolg hervor. Die einzigartige Kombination aus technischem Talent, regulatorischem Engagement und einer Kultur der Zusammenarbeit schafft in der Stadt einen fruchtbaren Boden für Deep-Tech-Innovationen.

Oder wie Bitbond es treffend formuliert: „Berlin ist die unbestrittene Web3-Hauptstadt Europas.“

Diese Einschätzung findet im gesamten Ökosystem Widerhall. Ob es um Fintech-Infrastruktur, regulierte digitale Vermögenswerte oder dezentrale Weltraumnetzwerke geht – Berlin bietet das interdisziplinäre Fachwissen und die offene Denkweise, die erforderlich sind, um komplexe Herausforderungen an der Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft anzugehen.