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Rauschgifthandel und Autodiebstahl sind wichtige Handlungsfelder der organisierten Kriminalität in Berlin. (Archivbild)
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Im Bereich der organisierten Kriminalität (OK) hat die Berliner Polizei 2024 einen verursachten Schaden von 6,9 Millionen Euro festgestellt.
Das war das Ergebnis aus 55 großen Ermittlungsverfahren mit 371 bekannten Verdächtigen, wie aus dem veröffentlichten OK-Lagebild 2024 hervorgeht.
Polizei und Staatsanwaltschaften beschlagnahmten demnach Vermögenswerte in Höhe von 2,9 Millionen. Das Lagebild zeigt allerdings nur die bei der Polizei bekanntgewordenen Taten und Schadenssummen - das Dunkelfeld der nicht entdeckten Kriminalität ist sehr groß. Bei 20 der 55 Ermittlungskomplexe ging es um Rauschgifthandel und -schmuggel. Wichtige Rollen spielten außerdem Auto-Diebstähle und Einbrüche sowie Schleuserkriminalität. In weiteren Fällen ging es um Bewaffnungen und Waffenhandel. 40 Ermittlungen wurden durch die Berliner Polizei Berlin geführt, 9 durch den Zoll und jeweils 3 durch das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundespolizei.
Berlin steht mit 55 OK-Komplexen bei insgesamt 647 in Deutschland geführten Verfahren an fünfter Stelle nach den Flächenstaaten Nordrhein-Westfalen,Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg. In der Polizeistatistik wird organisierte Kriminalität als die planmäßige Begehung von Straftaten definiert, bei denen mindestens drei Beteiligte auf längere Zeit gewerbliche oder geschäftsähnliche Strukturen verwenden. Dazu kommen entweder Gewaltanwendung oder Einflussnahme auf Politik oder Wirtschaft. Ein großer Teil der allgemeinen Kriminalität fällt daher nicht unter die OK-Definition, weil es keine festen Strukturen gibt und die Beteiligten wechseln. Bei der Polizei wird vieles dann als «Schwere strukturelle Kriminalität (SsK)» definiert.