Modulare Unterkünfte

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Bild: LAF

Was ist ein MUF?

Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) sind qualitativ hochwertige Gebäude, die aus vorfabrizierten Beton-Modulen errichtet werden. Durch die modulare Bauweise kann ein Gebäude in guter, dauerhafter Qualität in relativ kurzer Bauzeit fertig gestellt werden. Die Gebäude haben eine Herstellergarantie von 80 Jahren.

Wer ist Bauträger der MUF?

Die jeweiligen Vorhaben werden durch unterschiedliche Bauträger realisiert. Bauherren sind die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften, die Berliner Gesellschaft zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften (BEFU) und der Evangelische Friedhofsverband.

Wie viele MUF entstehen derzeit in Berlin?

In der ersten Phase der Bautätigkeit werden in Berlin 30 Standorte realisiert, die sich in unterschiedlichen Phasen der Planung und Fertigstellung befinden: Acht Standorte sind fertig oder kurz vor Inbetriebnahme, 22 befinden sich im Bau oder sind in Planung.
Alle MUF-Standorte wurden nach ihrer Sozialraumverträglichkeit ausgesucht (Schulen, Kitas, Ärzte). Weitere 30 Standorte werden zurzeit mit den Bezirken abgestimmt.

Wie lange dauert der Bau?

Die Bauzeiten der Bauträger variieren je nach Grundriss des jeweiligen Standortes.
SenStadtWohnen baut nach einem Mustergrundriss, der für das jeweilige Grundstück leicht angepasst werden kann („Amtsentwurf“). Hier dauert die Bauzeit etwa 46 Wochen inkl. Planung.

Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF)

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Wie viele Menschen können in einer modularen Unterkunft wohnen?

Die Belegungskapazitäten der modularen Unterkünfte variieren. Je nach Grundriss und Größe des Gebäudes haben die Bauten zwischen 200 und 450 Plätze.
Die Gebäude, die die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (SenSW) nach einem einheitlichen „Amtsentwurf“ baut, basieren auf einem einheitlichen Grundriss. Sie sind im Gegensatz zu den MUF der Wohnungsbaugesellschaften nicht als Apartmenthäuser konzipiert, sondern haben Wohnheimcharakter. Jeder Standort hat eine Kapazität von bis zu 450 Plätzen.
Die Häuser sind mit einem tragenden Mittelteil ausgestattet, so dass die Wände der einzelnen Etagen variabel zu gestalten sind. Sie können, wenn sie nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden, dem sozialen oder allgemeinen Wohnungsmarkt, z.B. als Studierendenunterkunft oder Seniorenheim, zugeführt werden, um der starken Nachfrage nach preiswertem Mietwohnraum zu entsprechen.

Welche Gebäude gehören zu einem modularen Wohnheim (Amtsentwurf)?

  • Ein Funktionsgebäude
  • Zwei Häuser, beide bestehen aus jeweils sechs Modulen
  • Vorteil der Module: sie sind voneinander abtrennbar und können nach Bedarf zusammengelegt werden

Welche „Lebensdauer“ haben die Gebäude?

  • mindestens 80 Jahre im Außenbereich, d.h. es sind langfristig zu nutzendende, massive Gebäude
  • 50 Jahre im Innenbereich; die modulare Bauweise ermöglicht eine spätere Umwandlung der Wohnheime in reguläre Wohnungen. Wird das Gebäude nicht mehr als reine Flüchtlingsunterkunft benötigt, sieht das Nachnutzungskonzept vor, den Wohnraum für andere Bevölkerungsgruppen zu öffnen, z. B. Studenten oder einkommensschwache Familien.
  • Fußbodenheizung (nicht teurer als Heizkörper)
  • Linoleum Fußbodenbeläge
  • Transponder Schließsystem mit entsprechenden Berechtigungen für die jeweiligen Wohnetagen, Waschmaschinenraum
    Es gibt pro Wohnmodul und Etage:
  • jeweils einen Gemeinschafts-Sanitärbereich für Damen und für Herren mit kompletter Sanitärausstattung.
  • eine Gemeinschaftsküche mit zwei Herden und ein gemeinschaftlicher Essraum
  • Ein Wohnmodul bietet Platz für 15 Bewohner*innen
  • zwei Schulungsräume in der ersten Etage
  • im EG Kinderspielraum und ein Beratungsraum für Betreiber
    Im Erdgeschoss:
  • jeweils vier für Familien geeignete barrierearme Wohnungen u.a. mit behindertengerechten Bädern
    Im Funktionsgebäude:
  • einen großen Gemeinschaftsraum mit kleiner Einbauküche
  • einen Waschmaschinenraum

Wie ist die unmittelbare Umgebung der MUF gestaltet?

Jeder Standort bekommt einen gestalteten Außenbereich mit Rasenflächen und Beeten, Spiel- und Sportanlagen sowie einen „Dorfplatz“ als Treffpunkt der Bewohnerinnen und Bewohner mit Sitzgelegenheiten und Picknicktischen.

Haben Sie Fragen?

  • Ihre Ansprechpartnerin zu Fragen der stadtplanerischen, bautechnischen und strategischen Entwicklung ist:
    Kathrin Maltzahn
    Referatsleiterin

    Tel.: 030 90225 1298
    E-Mail: Kathrin.Maltzahn@LAF.Berlin.de