Unterkunft

Wohncontainerdorf
Bild: SenGesSoz

Wie werde ich untergebracht?

Wenn Sie einen Asylantrag stellen, müssen Sie in der ersten Zeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen. Dies ist gesetzlich geregelt. Dort leben Sie mit anderen Flüchtlingen in Mehrbettzimmern zusammen und werden mit drei Mahlzeiten täglich versorgt.

In den Unterkünften werden Sie von Sozialarbeiter/innen beraten und unterstützt. Weitere Hilfe bekommen Sie durch ehrenamtliche Helfer, die auf freiwilliger Basis in der Unterkunft tätig sind.

Weil Berlin sehr viele Flüchtlinge aufgenommen hat, mussten zusätzlich zu den bestehenden Wohnheimen auch zahlreiche Notunterkünfte mit niedrigeren Standards eingerichtet werden. Derzeit werden durch das Land Berlin in der ganzen Stadt neue Wohnheime für Geflüchtete gebaut. Sobald ausreichend Unterbringungsplätze in diesen neuen Unterkünften zur Verfügung stehen, können Menschen aus Notunterkünften dort einziehen.

Wer bezahlt meine Unterkunft?

Wenn Sie hilfebedürftig sind, übernimmt das Land Berlin (durch das LAF) die Kosten Ihrer Unterkunft. Zum Abschluss Ihrer Registrierung bekommen Sie eine Unterkunft zugewiesen und erhalten eine Bescheinigung, dass das LAF die Kosten für Unterkunft und Verpflegung übernimmt („Kostenübernahme“). Diese Bescheinigung geben Sie in Ihrer Unterkunft ab. Sie ist zeitlich befristet und muss im LAF Leistungszentrum (Darwinstraße 14-18, Besucheingang Goslarer Ufer 15) verlängert werden.

Kann ich meine Unterkunft wechseln?

Die Flüchtlingsunterkünfte des Landes Berlin werden zentral vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) belegt. Sie können deshalb Ihre Unterkunft nicht selbstständig wechseln. In Härtefällen können Sie beim Sozialdienst des LAF einen Antrag auf Verlegung in eine andere Unterkunft stellen. Bitte schreiben Sie dazu eine E-Mail mit Begründung Ihres Wechselwunsches an sd-asyl@LAF.Berlin.de

Kann ich auch in eine Wohnung ziehen?

Spätestens nach sechs Monaten endet die Verpflichtung, in einer Erstaufnahmeeinrichtung zu wohnen. Von diesem Zeitpunkt an können Sie in eine Wohnung ziehen.

Allerdings ist günstiger Wohnraum in Berlin knapp und daher werden Sie (und Ihre Familie) vermutlich erst einmal in einer Gemeinschaftsunterkunft leben. Diese Wohnheime sind gut ausgestattet und bieten Ihnen mehr Privatsphäre als die Erstaufnahme. Außerdem gibt es dort Gemeinschaftsküchen, wo Sie selber kochen können. Wenn Sie in einer Gemeinschaftsunterkunft oder einer Wohnung leben, erhalten Sie höhere Geldleistungen, weil Sie sich selbst versorgen.

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