Unterhaltsvorschuss

Geldstücke auf Puzzleteilen
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Achtung - wichtige Information!

Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes ab 1. Juli 2017

Die Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes ist durch Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Die Umsetzung der Gesetzesänderung erfolgt ab 01.07.2017.
Anträge auf Unterhaltsvorschuss für Kinder, die das 12. Lebensjahr vollendet oder bereits 72 Monate bezogen haben, werden ab 01.07.2017 (= Anspruchsbeginn) entgegengenommen.

Der Unterhaltsvorschuss

Der Unterhaltsvorschuss ist eine Leistung des Jugendamtes und dient dazu, den vollständigen Ausfall von Unterhaltszahlungen für minderjährige Kinder abzumildern. Die Leistung dient der Sicherstellung des Unterhaltes, wenn ein unterhaltspflichtiger Elternteil keinen Unterhalt für sein Kind zahlt oder dies nicht kann. In diesem Fall tritt die zuständige Unterhaltsvorschussstelle zunächst in Vorlage. Der Unterhaltsanspruch des Kindes geht dann in der Regel in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses auf den Staat über. In diesen Fällen lässt sich der Staat die verauslagten Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil erstatten.

Verfahrensweise:

Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung, die längstens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt wird. Unterhaltsvorschuss erhält ein Kind grundsätzlich, wenn

  • es seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat,
  • bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt,
  • von dem anderen Elternteil nicht mindestens Unterhalt in Höhe des maßgeblichen Mindestunterhaltes erhält und
  • das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat
    darüber hinaus
  • haben Kinder von 12 bis 17 Jahren einen Anspruch, wenn das Kind nicht auf SGB II –Leistungen angewiesen ist
  • oder der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug mindestens 600,00 EUR brutto verdient.

Die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten entfällt. Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach den für die betreffende Altersstufe festgelegten Mindestunterhaltsbeträgen abzüglich des Erstkindergeldes. Zurzeit beträgt der Unterhaltsvorschuss monatlich

  • in der 1. Altersstufe (bis unter 6 Jahren) 150,- €
  • in der 2. Altersstufe (6 bis unter 12 Jahren) 201,- €
  • in der 3. Altersstufe (12 bis unter 18 Jahren) 268,- €

Auf den Unterhaltsvorschuss werden Unterhaltszahlungen und unterhaltsrelevante Zahlungen sowie Waisenbezüge und Einkommen des Kindes (ab 15. Lbj.) angerechnet.

Benötigte Unterlagen

Der alleinerziehende Elternteil muss bei dem für seinen Wohnort zuständigen Jugendamt persönlich vorsprechen und einen schriftlichen Antrag stellen. Das Antragsformular und das Merkblatt zum Unterhaltsvorschussgesetz erhalten Sie im Downloadbereich.
Auf Wunsch sind Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unterhaltsvorschussstelle beim Ausfüllen des Antrages behilflich.
Folgende Unterlagen sind für den Antrag notwendig:

  • gültigen Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung, sofern vorhanden auch von den Kindern
  • Aufenthaltserlaubnis
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Vaterschaftsanerkennung
  • Nachweis der Lohnsteuerklasse
  • Scheidungsurteil, sofern zutreffend
  • Meldebestätigung
  • Vollständiger Bewilligungsbescheid vom Jobcenter
  • Bescheid über Waisenbezüge, sofern zutreffend
  • Unterhaltstitel
    zusätzlich für Kinder ab dem vollendeten 15. Lebensjahr
  • Schulbescheinigung
  • Einkommensnachweise

Weitere Informationen

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Antrag auf Leistungen nach dem UVG in der ab 1. Juli geltenden Fassung

DOC-Dokument (188.5 kB)

Ergänzende Angaben auf Leistungen nach dem UVG in der ab 1. Juli geltenden Fassung

DOCX-Dokument (32.0 kB)