Demonstration gegen Neonazis in Berlin-Neukölln
Etwa 300 Menschen haben am Freitagabend in Berlin-Neukölln gegen Neonazis und Ausländerfeindlichkeit demonstriert. Dabei zogen sie auch durch den Stadtteil, in dem vor gut einer Woche ein 22-Jähriger mit türkischen Wurzeln erschossen und zwei Jugendliche lebensgefährlich verletzt worden waren. Nach dem Blutbad gegenüber dem Klinikum Neukölln hatten am Freitagnachmittag mindestens 2000 Menschen dem Toten die letzte Ehre erwiesen. Die Trauernden versammelten sich zum Totengebet im Hof der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm. Vom Täter fehlt noch jede Spur.
Hunderte demonstrieren gegen Ausländerfeindlichkeit. Foto: Robert Schlesinger
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Bis zu 80 Anhänger der rechtsextremen NPD sind am Abend durch Berlin-Marienfelde gezogen. Ursprünglich wollten die Rechtsextremen ebenfalls in Neukölln demonstrieren. Wie die Polizei mitteilte, blieb es weitestgehend friedlich. Es habe mindestens eine vorläufige Festnahme und zwei Strafanzeigen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Rechtsextremen wurden vielerorts von Passanten und Gegendemonstranten am Straßenrand mit Pfiffen empfangen. Die beiden Seiten wurden durch ein Polizeiaufgebot getrennt und auf Distanz gehalten, sagte der Sprecher.
Quelle: dpa
Aktualisierung: Freitag, 13. April 2012 22:36 Uhr
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