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Parks & Gärten
Gartenkultur in Vollendung oder Wiesen, Bäume und Blumen: In Berlins Parks und Gärten ist Platz für alles. mehr
Menschen laufen hinter den Blüten einer Azalee.
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Der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow im Norden Berlins war einst der größte Schulgarten Berlins. Auf 34 Hektar wechseln sich naturbelassene Wälder und Wiesen, Gartenkunst, seltene Pflanzen und Schaugewächshäuser ab.
Auf dem Gelände des heutigen Botanischen Volksparks wurde 1911 mit der Anlage eines Landschaftsgartens begonnen. Aus den Anpflanzungen ist inzwischen ein dichter Mischwald entstanden. Zwischen 1928 und 1929 entstanden die beiden Hochgewächshäuser, die bis heute den Botanischen Garten zieren. Die beiden Glastürme sind als Palmen- und Kakteenturm bekannt und durch einen Flachbau aus Glas miteinander verbunden. Im Kakteenturm befindet sich der berühmte Schlangenkaktus „Königin der Nacht“. Die Pflanze blüht nur wenige Stunden in der Nacht.
In einem eigens eingerichteten Schulgarten wurde Kindern und Jugendlichen die Pflanzenwelt nähergebracht. Während der Kriegsjahre diente er der Ernährung der Bevölkerung. Anfang der 1950er Jahre wurde er wieder für Bildungszwecke genutzt. Mit den Jahren verwilderte das Gelände jedoch zunehmend, sodass man sich 1984 entschied, es in einen Botanischen Garten umzugestalten. Seit 1994 steht der Botanische Garten Blankenfelde-Pankow unter Denkmalschutz.
Der Volkspark ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und Picknicks. Große Wiesen und Waldgebiete wechseln sich ab, sodass es auch im Sommer immer ein kühles Plätzchen gibt. Im Schaugarten wachsen verschiedene Kräuter. Die Gewächshäuser bieten hunderten Pflanzen ein Zuhause. Ein Café öffnet an Wochenenden und Feiertagen mit Kaffee und Kuchen. Über Snacks, natürlich aus dem Futterautomaten, freut sich auch das Damwild. Es lebt am nördlichen Rand des Volksparks in einem Gehege.
Im Botanischen Volkspark wachsen tausende Pflanzenarten, darunter viele vom Aussterben bedrohte Arten. Zwei Teiche im Wald auf dem Gelände bieten Amphibien und Vögeln einen geschützten Lebensraum.
Der Weltacker ist ein besonderes Projekt auf dem Gelände des Parks. Auf dem 2.000 Quadratmeter großen Weltacker wird veranschaulicht, wie globale Landwirtschaft funktioniert. Fragen wie „Wie ernähren wir uns in Zukunft?“ und „Wie hängen Konsum und Ernährung mit dem Klima zusammen?“ werden anschaulich beleuchtet.
Die Geologische Wand im Park besteht aus 123 Gesteinen aus ganz Deutschland. Auf 30 Metern Länge zeigt sie einen geologischen Schnitt durch die Erdgeschichte Mitteleuropas. Ursprünglich entstand die Geologische Wand zwischen 1891 und 1895 im Volkspark Humboldthain. Der Entwurf stammt vom Gymnasiallehrer und Geologen Eduard Zache.
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