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Jill Mulleady & Henry Taylor: You Me

Jill Mulleady und Henry Taylor verbindet eine langjährige, enge Freundschaft und ihre absolute Hingabe zur Malerei. Die Ausstellung "You Me" betrachtet die Beziehung zwischen Maler*in und Subjekt, Betrachtenden und Darstellung und letztlich zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten.

  • Jill Mulleady, Interior, 2023; Photo: Thomas Lanne

    – Jill Mulleady, Interior, 2023; Photo: Thomas Lanne

  • Jill Mulleady, Untitled, 2024; Photo: Thomas Lanne

    – Jill Mulleady, Untitled, 2024; Photo: Thomas Lanne

  • Jill Mulleady, Untitled, 2023; Photo: Thomas Lanne

    – Jill Mulleady, Untitled, 2023; Photo: Thomas Lanne

  • Jill Mulleady, Interior, 2023; Photo: Thomas Lanne

    – Jill Mulleady, Interior, 2023; Photo: Thomas Lanne

Die Duo-Ausstellung You Me ist Zeugnis einer Verbundenheit zweier Künstler*innen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Sozialisierung, in der die Malerei und der stetige Rückbezug auf die Kunstgeschichte als gemeinsamer Nenner fungieren. Mulleady (*1980 in Montevideo, Uruguay) und Taylor (*1958, in Ventura, USA) zeigen in ihren figurativen Bildwelten Ambivalenzen auf, die unausweichlich in der Gegenüberstellung von Privatem und Öffentlichem sowie der Repräsentation von Körpern eine Positionierung der Betrachtenden zur Malerei einfordern.

Der jeweilige, künstlerische Zugang zu den verhandelten Themenwelten erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich, doch es sind ebendiese Kippmomente sowie die kontinuierliche Aufforderung gängige Zuschreibungen, Codes und Denkmuster zu durchbrechen und neu zu besetzen, in denen ihre malerische Praxis zueinander findet.

Jill Mulleadys Malereien zeigen aus unterschiedlichen Blickwinkeln als Momentaufnahmen das wiederkehrende Sujet eines schwach beleuchteten Interieurs, anhand dessen sich kaum merklich eine unzuverlässige Erzählung entspinnt. Betritt man das einseitig verspiegelte Panoptikum, kann man geschützt vor äußeren Blicken die Betrachter*innen beinahe voyeuristisch dabei beobachten, wie sie in die intimen Bildwelten eintauchen. Im Nebeneinander mit Arbeiten von Henry Taylor und insbesondere Zeichnungen von Otto Dix und Käthe Kollwitz, rückt die vermeintlich unschuldige Szene aus Mulleadys Werk in ein neues, ambivalentes Licht.

Henry Taylor greift auf ikonische Werke wie Gerhard Richters oder Marcel Duchamps bekannte Aktdarstellungen oder Édouard Manets Skandalbild Dejeuner sur L'Herbe zurück, und schafft seine eigene Interpretationen. In seinen zeitgenössischen Versionen, die formal in einer Reihe mit den expressiven figurativen und den politischen Werken des deutschen Malers Max Beckmann und des Afroamerikaners Bob Thompson stehen, schildert er seine persönlichen Erfahrungen, die in den Alltagserfahrungen seiner Community verankert sind. Mit kühnen, sinnlich wie intuitiven Pinselstrichen fängt Taylor die Menschlichkeit, die Stimmung und die soziale Dynamik seiner Sujets ausdrucksstark ein.

Die Ausstellung "You Me" im Berliner Schinkel Pavillon betrachtet die Beziehung zwischen Maler*in und Subjekt, Betrachtenden und Darstellung und letztlich zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten.

Laufzeit: Sa, 17.02.2024 bis So, 19.05.2024 (Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 19 Uhr)

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