Trauer bewältigen: Wo Hinterbliebene Hilfe finden

Trauer bewältigen: Wo Hinterbliebene Hilfe finden

Zahlreiche Vereine und Selbsthilfegruppen bieten Trauernden Hilfe und Unterstützung an. Kontakt können Betroffene persönlich, telefonisch und über das Internet finden.

Trauer braucht oft Zeit

© dpa

Jeder Verlust schmerzt - Trauer braucht deshalb Zeit. Wie Hinterbliebene ihren Schmerz ausdrücken, ist dabei sehr unterschiedlich.

Den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten braucht Zeit und manchmal ist der Schmerz einfach überwältigend und allein nicht zu stoppen. Es gibt Organisationen und Einrichtungen, die bei der Trauerarbeit helfen. Viele der gemeinnützigen Organisationen arbeiten bundesweit, einige davon auch in Berlin.

Telefonseelsorge

Rund um die Uhr stehen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchlichen Telefonseelsorge in Berlin, Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam sowie der Oberlausitz zur Verfügung. Unabhängig von der persönlichen Einstellung, Konfession oder Weltanschauung finden Menschen hier auch anonym einen Gesprächspartner. Die Kirchliche Telefonseelsorge arbeitet in ökumenischer Trägerschaft.
Tel. 0800 / 111 0 111
Tel. 0800 / 111 0 222

Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

Es wird Hilfe angeboten für alle, die mit dem Tod eines Kindes leben müssen oder zu tun haben: Betroffene (z.B. Eltern, Geschwister), soziales Umfeld (z.B. Freunde, Nachbarn, Kollegen), involvierte Berufsgruppen (z.B. Ärzte, Hebammen, Lehrer, Erzieher), ehrenamtliche u. professionelle Helfer (z.B. Seelsorger, Bestatter, Feuerwehr).

Zentrale Anlaufststelle Hospiz (ZAH) in Berlin

Die Zentrale Anlaufstelle Hospiz in Berlin (ZAH) ist eine Anlaufstelle für alle Menschen, die im Zusammenhang mit Sterben, Tod oder Trauer Fragen haben oder Orientierung benötigen. Sie ist Mitglied im Hospiz- und Palliativverband Berlin e.V. und wird getragen vom Unionhilfswerk.

TrauerZeit Berlin e.V.

Das Zentrum für trauernde Kinder und Familien bietet Gespräche an, plant Kindertrauergruppen und will generell die Tabuthemen Sterben, Tod und Trauer in die Öffentlichkeit bringen.

TABEA e.V.

Der Verein wurd 1992 in Berlin als erste Beratungsstelle für "Menschen in Verlust- und Krisensituationen" mit dem Schwerpunkt auf Trauer gegründet. Er begleitet Menschen nach unterschiedlichsten Verlusten auf dem Weg durch ihre Krisenzeit.

Björn Schulz Stiftung

Die Stiftung begleitet Familien in Berlin, in denen ein Kind verstorben ist. Auch eine Kindertrauergruppe wird angeboten. Dort können Kinder von 6 bis 12 Jahren, die einen Elternteil oder Geschwister verloren haben, ihrer Trauer Ausdruck verleihen.

AGUS – Angehörige um Suizid e.V.

AGUS ist die bundesweite Selbsthilfeorganisation für Trauernde, die einen nahe stehenden Menschen durch Suizid verloren haben.

Trauerberatung der Kirchen in Berlin

Die Kirchen in Berlin bieten neben der Telefonseelsorge auch eine persönliche Trauerberatung bzw. Trauerbegleitung an. Zu den Angeboten in den Kirchenkreisen gehören offene Trauergruppen, regelmäßig stattfindende Trauercafés und Seminare. Die evangelischen Kirchenkreise im Sprengel Berlin, das Erzbistum Berlin und die Malteser haben sich zum ökumenischen Netzwerk "Arbeit mit Trauernden"- Berlin zusammengeschlossen und betreiben die folgende Website:

Quelle: Otto Berg Bestattungen

| Aktualisierung: 6. September 2018