Weiterführung der Verhandlungen mit der CommerzReal über einen möglichen Kombi-Standort aus Warenhaus und Zentral- und Landesbibliothek vereinbart
Pressemitteilung vom 15.01.2026
Gemeinsame Pressemitteilung der Senatsverwaltungen für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Wirtschaft, Energie und Betriebe
Im Oktober 2025 hat die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) beauftragt, mit der CommerzReal AG über Möglichkeiten einer Ansiedlung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin in das Galeria-Gebäude am Alexanderplatz zu verhandeln – bei gleichzeitigem Weiterbetrieb von Galeria auf verringerter Fläche.
Die erste Verhandlungsphase ist beendet und es liegen verschiedene Angebote und Finanzierungsmodelle vor. Auf dieser Grundlage sind heute Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Senatskulturverwaltung, der Senatswirtschaftsverwaltung, der Senatsfinanzverwaltung, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, des Bezirks Mitte, der Berliner Immobilienmanagement GmbH und der Investitionsbank Berlin zusammengekommen, um den aktuellen Verhandlungsstand zu bewerten.
Klar ist: das Angebot der CommerzReal AG an das Land Berlin für eine Nutzung des Standortes für die ZLB ist in der vorliegenden Form nicht einlassungsfähig. Es sind noch veritable Verhandlungsschritte erforderlich, um zu klären, ob es einen Weg für eine für alle Seiten tragbare Lösung geben kann. Daran geknüpft ist, dass in der Zeit dieser Verhandlungen keine Unklarheit über den Fortbestand der Nutzungsvereinbarung mit dem Galeria-Warenhaus im Raum stehen darf.
Im Ergebnis haben sich heute alle Beteiligten darauf verständigt, weiter zu verhandeln und an der Suche nach einer einvernehmlichen, finanzierbaren Lösung zu arbeiten. Es wurde ein klares Bekenntnis beider Seiten zugesagt, die Verhandlungen bis zum Sommer 2026 abzuschließen.
Die CommerzReal hat im Zuge der vereinbarten anstehenden Verhandlungen die Bereitschaft geäußert, die bis zum 31. August 2026 bestehende Nutzungsvereinbarung mit der Galeria am Alexanderplatz über das Jahr 2026 hinaus zu verlängern. Über die genauen Details werden in den nächsten Tagen nähere Informationen vorliegen.
Sarah Wedl-Wilson, Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam weiter an einem zentralen Standort für die ZLB arbeiten. Die meistbesuchte Kultureinrichtung der Stadt braucht eine Adresse in der Mitte Berlins – am Alexanderplatz.
Ich investiere all meine Kraft für ein gut erreichbares Haus und eine finanzierbare Lösung. Als Kultursenatorin ist es meine Verantwortung die Zukunft der ZLB zu sichern. Wir haben uns heute mit der CommerzReal darauf verständigt die Verhandlungsgespräche zu intensivieren und sie zu einem guten Ende für die Stadt zu bringen.“
Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Die gemeinsame Nutzung des historischen Warenhausstandortes der Galeria mit der Zentral- und Landesbibliothek wäre ein Gewinn für den gesamten Alexanderplatz. Die Galeria hat im Jahr etwa 5 Millionen Besucherinnen und Besucher, die ZLB über 1,5 Millionen. Zusammen könnten sie ein unvergleichliches Flaggschiff von Kultur- und Einzelhandelsstandort in Berlin werden. Damit wir diese Vision realisieren können, müssen für das Land finanzierbare Modelle vorliegen. Das ist derzeit noch nicht der Fall, muss aber das Ziel der anstehenden Verhandlungen sein.
Zwingend notwendig für die Fortführung der Verhandlungen ist eine Verlängerung der Nutzungsvereinbarung mit der Galeria. Das hat die CommerzReal heute zugesagt. Wir wollen den Warenhausstandort und die über 200 Arbeitsplätze am Alexanderplatz erhalten und sichern. Heute ist dafür ein wichtiger Zwischenschritt gelungen. Das verschafft den Beschäftigten und der Galeria eine Perspektive und uns die nötige Luft, in die weiteren Verhandlungen mit der CommerzReal zu gehen. Die Galeria am Alexanderplatz ist die umsatzstärkste und am meisten frequentierte Filiale Berlins und das letzte Warenhaus im Ostteil der Stadt. Der Erhalt des Warenhausstandortes ist für mich Bedingung für alle weiteren Schritte.“
Pressestelle
Britta Elm
Pressesprecherin und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Daniel Bartsch
Stellvertretender Pressesprecher