Stolperstein-Konferenz 2025 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Pressemitteilung vom 03.04.2025

Das Land Berlin lädt freiwillig Engagierte aus den Stolperstein-Initiativen in allen Teilen der Stadt am Dienstag, den 8. April 2025 um 15:20 Uhr (Einlass ab 15 Uhr) zur Stolperstein-Konferenz in die Gedenkstätte Deutscher Widerstand ein.

Die Stolperstein-Konferenz dient der Anerkennung von lokalen Initiativen und Einzelpersonen in allen Teilen Berlins, die im Rahmen ihres freiwilligen Engagements Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus pflegen. Mit der Einladung zu dieser Veranstaltung dankt das Land Berlin diesen Engagierten für ihren wertvollen Einsatz.

Die Stolperstein-Konferenz wird traditionell in enger Kooperation zwischen der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin und dem Anne-Frank-Zentrum sowie der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt organisiert. Nach einer corona-bedingten Unterbrechung haben sich die Veranstalter auf eine Wiederaufnahme dieser Tradition im Jahr 2025 verständigt.

Die Stolperstein-Konferenz 2025 findet erstmalig in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand statt. Sie wird dieses Jahr mit einer musikalischen Live-Darbietung von Schülerinnen und Schülern des Projekts Musikalische Stolpersteine eingeleitet und durch den Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Joe Chialo, eröffnet.

Senator Joe Chialo: „Jeder einzelne Stolperstein erzählt die Geschichte eines Menschen. Und er erinnert uns daran, dass wir Verantwortung tragen – für eine demokratische Gesellschaft, die nie wieder zulässt, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens, ihres Aussehens oder ihrer politischen Einstellung ausgegrenzt werden. Jeder einzelne Stolperstein steht letztlich für den ersten Satz unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Nach der Begrüßung durch Joe Chialo hält Dr. Elke Gryglewski, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen, einen Vortrag über „Zeitgemäße Erinnerungsarbeit, 80 Jahre nach Kriegsende“. Im Anschluss finden Workshops zu den Themen „Miteinander im Gespräch bleiben – über Israel/Palästina“, „Geschichten über Biografien verstehen“, „Ein Stolperstein für die transweibliche Käte Rogalli“, „Berlin als Zufluchtsstadt für jüdische Displaced Persons nach 1945“ und „Erinnerungsarbeit in Israel“ statt.