Zukunftsköpfe: Nora von Breitenbach von Quouch

Zukunftsköpfe: Nora von Breitenbach von Quouch

10.09.2026

Couchsurfing – nur in besser und sicher für Queers und FLINTA*: Das ist „Quouch.

Die Plattform bietet als einziger Anbieter gezielt Safe Spaces im Reise-Business. Hier findet die Community weltweit private Schlafplätze, Coworking-Optionen, Netzwerkmöglichkeiten und Events. „Quouch” macht es möglich, andere Queers und Allies unter Reisenden oder Locals zu treffen und so das Leben vor Ort sicher zu entdecken.

Nora von Breitenbach ist Mitgründerin des Berliner Travel-Startups. In unserem Zukunftsköpfe-Interview erzählt die Halbfinalistin des Berliner Female Founders Contest 2026, warum ihre App so wichtig für die Reisebranche ist und wie ihre Vision für die Zukunft aussieht.

An welchem konkreten Problem arbeitet ihr?

Das Problem ist, dass viele Menschen oder vor allem viele Mitglieder der queeren Community sich beim Reisen nicht wohlfühlen, teilweise Angst haben vor Diskriminierung oder auch insgesamt schlechte Erfahrungen machen und deswegen dann eher Unterkünfte wie zum Beispiel Hotels oder Airbnbs vorziehen, obwohl es eigentlich eine große Sehnsucht gibt nach Verbundenheit, Locals kennenzulernen.

Wie sieht die Lösung von Quouch aus?

Unsere Lösung ist eine auf die queere Community zugeschnittene Plattform, eine App quasi, die durch einen Invite-Only-Mechanismus dafür sorgt, dass wir vor allem quasi einen Friends-of-Friends-Vibe auf der Plattform haben. So kann man verreisen, man kann Leute der Community kennenlernen und im besten Fall auch direkt Freundschaften schließen.

Was ist das Besondere an eurer Plattform?

Quouch ist natürlich kein algorithmengetriebenes Produkt. Das ist vor allem sehr menschlich. Das sind menschliche Hosts, das sind menschliche Reisende. Wir schalten unter anderem Werbung auf Social Media, die wir natürlich aber auch durch echte Content Creator und so weiter produzieren lassen. Und deswegen vor allem auch mit dem Invite-Only-Aspekt bemühen wir uns, dass vor allem andere Kriterien im Vordergrund stehen als einfach nur der schnelle Wachstum.

Warum ist Berlin der perfekte Ort für euer Start-up?

Berlin ist der perfekte Ort für unser Startup, weil wir hier alles auf einem Haufen haben. Wir haben unsere Zielgruppe, wir haben aber auch eine total, wie soll ich sagen, diversity-friendly Investorenlandschaft.

Was ist dein persönlicher Wunsch für Quouch?

Für Quouch insbesondere wünsche ich mir, dass viel mehr Menschen, vor allem queere Menschen, Quouch als ihre Lösung zum Reisen, aber auch im Alltag annehmen und die App benutzen, falls sie Community finden möchten auf der ganzen Welt, aber auch in ihrer eigenen Stadt.

Zukunftsköpfe: Nora von Breitenbach

Formate: video/youtube