Zukunftsköpfe: Christina Caspers

Zukunftsköpfe: Christina Caspers von Trixter

07.04.2026

Wenn Marvel-Held:innen in spacigen Multiversen in die Schlacht ziehen, steckt oft sie dahinter. Doch für VFX-Profi, Managerin und Producerin Christina Caspers reicht das nicht. Als Mitgründerin des Berliner Institute of Immersive Media (IIM) will sie Frauen empowern, selbst zu VFX- und Virtual-Effects-Heldinnen zu werden. Im Interview gibt sie Einblicke in ihre Arbeit, ihre Vision – und erklärt, was Berlin unbedingt von L.A. lernen sollte.

Zwischen BWL und Rampenlicht: Die strategische Basis der VFX-Magie

Christina, du hast einen beeindruckenden Weg in der VFX-Branche zurückgelegt. Nimm uns mit: Was hat dich ursprünglich zu den Visual Effects gebracht? Welche Momente haben dich besonders geprägt?

Den Wunsch, ‚zum Film‘ zu gehen, habe ich schon seit meiner Kindheit – mich hat die Magie fasziniert, Menschen durch fiktionale Geschichten in völlig neue Welten zu entführen. Ohne klassisches Netzwerk in der Branche habe ich mir den Weg hart erarbeitet: Von Praktika beim WDR, wo ich vom Kabeltragen bis zum Schreiben von MAZ-Berichten alles lernte, sowie einem soliden BWL-Studium, das ich parallel zu meiner Leidenschaft für das Musical absolvierte. Diese Kombination aus wirtschaftlichem Fundament und kreativem Verständnis ist heute die Basis für meine Arbeit in der Cinesite-Gruppe.

Diese Kombination aus wirtschaftlichem Fundament und kreativem Verständnis ist heute die Basis für meine Arbeit in der Cinesite-Gruppe.
Christina Caspers

Mein Weg in die VFX führte schließlich über das Fraunhofer-Institut, wo ich internationale Bildungsprojekte im Bereich AR und VR leitete. Dieser technologische Deep Dive war mein Sprungbrett.

Was mich heute am meisten prägt? Natürlich sind Nominierungen bei den Emmys oder den VES Awards prestigeträchtige Meilensteine, die die Exzellenz unserer Arbeit bei Trixter und Cinesite unterstreichen. Doch die emotionalsten Momente sind immer der Abschluss einer Show: Wenn sich der Hochdruck der ‚Crunch Time‘ auflöst und wir im Team-Screening das Ergebnis auf der Kinoleinwand sehen. Es ist dieser Moment, in dem klar wird, dass ein preiswürdiges Werk nur durch das perfekte Zusammenspiel aller Gewerke entsteht. Dieser Teamgeist ist es, der mich jeden Tag antreibt.

Welche Rolle nimmst du heute in deiner täglichen Arbeit ein? Inwiefern hast du dein Profil, deine Ausrichtung geschärft – und was brauchte es dafür?

Heute verstehe ich mich primär als strategische Begleiterin und Bindeglied für unsere globalen Teams. Auch wenn ich bei der Vielzahl der Produktionen von Trixter und der Cinesite-Gruppe nicht mehr in jedem technischen Detail stecke, ist mir die Nähe zum Kern unserer Arbeit – den Shows – essenziell wichtig. Ich bin regelmäßig in Show-Meetings präsent, um kreative sowie budgetäre Entwicklungen zu begleiten. Gemeinsam mit meinem Executive Producer Team entwickle ich Strategien, um Produktionsprozesse für unsere Kund:innen noch effizienter und innovativer zu gestalten.

Mein Profil hat sich über die Jahre stark in Richtung Global Leadership und Technologie-Strategie geschärft. Meine tägliche Arbeit bewegt sich heute in einem dynamischen Spannungsfeld: von spezifischen Show-Themen über Business Development mit Teams von Kanada bis Indien bis hin zu meiner Tätigkeit im Advisory Board von TechX, der Gen AI Technology Exploration Unit der Cinesite-Gruppe. Diese kulturelle Vielfalt und die Arbeit an der Speerspitze technologischer Innovationen empfinde ich als absolut bereichernd.

Um in dieser Rolle exzellente Ergebnisse zu liefern, stütze ich mich auf drei wesentliche Säulen:

  • Fundierte Expertise: ein tiefes Verständnis für VFX, Set-Abläufe und die gesamte Produktionskette.
  • Intellektuelle Neugier: der Drang, Workflows kontinuierlich zu hinterfragen und niemals aufzuhören, dazuzulernen.
  • Emotionale Intelligenz: Die Fähigkeit, Situationen und Menschen instinktiv zu lesen – eine Kompetenz, die gerade in einem kreativen, global vernetzten Umfeld den entscheidenden Unterschied macht.

Virtual Production: Wenn der Strand von Südafrika nach Berlin umzieht

Für die Laien unter uns: Wie funktioniert Virtual Production – technisch und budgetär? Mit welchem Handwerkszeug sollten Interessierte gerüstet sein, um in diesen Bereich einzusteigen?

Vereinfacht gesagt ist Virtual Production (VP) die evolutionäre Weiterentwicklung des klassischen Greenscreens. Während man beim Greenscreen den Hintergrund erst nachträglich am Computer einfügt – was oft Herausforderungen bei Lichtreflexionen und Perspektiven mit sich bringt –, nutzen wir bei High-End Virtual Production riesige LED-Wände. Auf diesen wird in Echtzeit eine fotorealistische oder fiktive 2D- oder 3D-Welt abgespielt, noch während die Schauspieler:innen davor stehen. Der Clou: Die LEDs fungieren gleichzeitig als Lichtquelle. Das bedeutet, dass sich digitale Gebirge oder der Sonnenuntergang physikalisch korrekt in den Augen der Darsteller:innen oder auf einer glänzenden Rüstung widerspiegeln.

Budgetär gesehen ist VP eine strategische Entscheidung: Wir investieren zwar initial mehr in die Technologie und Crew am Set, sparen aber an anderen Stellen. Statt eine gesamte Crew für einen Strand-Dreh nach Südafrika zu fliegen, holen wir den Strand digital in eine VP-Stage nach Berlin. Das senkt Reisekosten, reduziert den CO2-Fußabdruck und eliminiert die Abhängigkeit vom Wetter. Es ist eine Synergie aus kreativer Freiheit und wirtschaftlicher Effizienz, wie wir sie auch bei Trixter und innerhalb der Cinesite-Gruppe gezielt einsetzen.
Wer in diesem Bereich Fuß fassen möchte, braucht ein hybrides Profil:

  • Technisches Fundament: ein tiefes Verständnis für VFX-Workflows und Real-Time-Engines.
  • Set-Mentalität: Man muss den physischen Produktionsalltag, die Hierarchien und den Zeitdruck am Set kennen.
  • Vorausschauendes Denken: In der VP wird die Post-Produktion quasi vorverlegt. Man sollte vor dem Dreh im besten Fall genau wissen, wie das finale Bild aussehen soll.

Mit Blick auf deine Tätigkeiten als Geschäftsführerin, aber auch Lehrende: An welchen Projekten arbeitest du aktuell? Was ist besonders spannend?

In den letzten Monaten durften wir mit Trixter und innerhalb der Cinesite-Gruppe an einigen der weltweit spannendsten Produktionen arbeiten. Wir haben Projekte wie Predator: Badlands, Monarch Season 2 und Unfamiliar finalisiert. Besonders freue ich mich auf den kommenden Release von Michael – der Michael Jackson Biographie – sowie auf Titel wie Crime 101, The Mummy, Masters of the Universe oder Avengers Doomsday.

Parallel zu meiner operativen Rolle liegt mir der Wissenstransfer sehr am Herzen. Gemeinsam mit dem IIM konzentrieren wir uns in der Lehre und Forschung primär auf Virtual Production (VP) und die damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten und Abteilungen beim Film sowie die Kombination von VP-Mechanismen und AI. Es ist faszinierend zu vermitteln, wie diese Technologie die klassische Filmproduktion revolutioniert.

Zusätzlich vertiefe ich mich mit einigen Kolleg:innen intensiv in die Bereiche Künstliche Intelligenz (AI) und Machine Learning (ML) inner- und außerhalb der VFX-Pipeline. Es ist unglaublich spannend zu sehen, wie wir diese neuen Technologien nicht nur theoretisch erforschen, sondern sie bereits aktiv für kommende Produktionen nutzen, um Workflows zu optimieren und neue visuelle Möglichkeiten zu schaffen. Auch wenn ich über einige unserer neuesten Innovationen heute noch nichts sagen darf – sie werden die Art, wie wir Geschichten erzählen, nachhaltig verändern. Aber dazu erzähle ich gerne beim nächsten Interview mehr …

Frauen in der Tech-Welt: Vom Klischee zur Key-Position

Wie erlebst du die VFX-Industrie als Frau – in den letzten Jahren und heute? Welche Entwicklungen, positive wie herausfordernde, konntest du dabei beobachten?

Die VFX-Branche war in puncto Internationalität und Diversität schon immer ein Vorreiter, dennoch hat sich das Rollenverständnis massiv gewandelt. Zu Beginn meiner Karriere war es fast eine ungeschriebene Regel, dass ich als Frau eher für organisatorische Zuarbeiten zuständig war, während die männlichen Kollegen die fachlichen Diskussionen mit den Supervisoren führten. Damals habe ich das oft klaglos hingenommen, weil die Begeisterung für die Arbeit alles überstrahlte.

Heute ist dieses Bild glücklicherweise überholt. Einstiegsjobs sind heute leistungsorientiert und talentfokussiert, weit weg von veralteten Rollenklischees. Dass junge Talente heute unabhängig vom Geschlecht nach ihren tatsächlichen Fähigkeiten eingesetzt werden, ist eine Entwicklung, die ich bei Trixter und innerhalb der Cinesite-Gruppe aktiv mitgestalte. Wir setzen auf gerechte Jobdescriptions und transparente Gehaltsstufen, um echte Chancengleichheit zu schaffen.

Besonders inspirierend finde ich, dass in den USA und UK mittlerweile viele Schlüsselpositionen auf VP- und SVP-Ebene mit Frauen besetzt sind. Dieser globale Austausch stärkt unseren Zusammenhalt und zeigt, was möglich ist. Mein Ziel ist es, diese Dynamik auch in Deutschland und Europa weiter zu forcieren. Es geht nicht nur um Repräsentanz, sondern darum, die besten Köpfe für unsere Branche zu gewinnen – und die sind eben divers.

Es geht nicht nur um Repräsentanz, sondern darum, die besten Köpfe für unsere Branche zu gewinnen – und die sind eben divers.
Christina Caspers

Du hast zusammen mit dem Institute of Immersive Media und Netflix das „Women’s Virtual Production Training“ initiiert. Was war der ausschlaggebende Moment oder die Motivation dahinter, diese Ausbildungsinitiative für Frauen in Europa zu starten?

Meine Motivation entsprang einer sehr persönlichen Beobachtung: Als ich bei Dark Bay begann, war ich anfangs die einzige Frau am VP-Set und bewegte mich fast allein in dem damals noch neuen Feld der Virtual Production. Auch auf Panels und Branchen-Events war ich über lange Zeit hinweg oft die einzige weibliche Stimme. Da VP eine Schnittstellentechnologie zwischen Set-Kreativität und Technik ist, spiegelte sich dort leider die traditionelle Unterrepräsentanz von Frauen am Filmset wider.

Den entscheidenden Impuls gab ein Panel zum Thema ‚Women in Tech‘ beim Marché du Film während des Cannes Filmfestivals vor zwei Jahren. Dort habe ich mich auch mit dem Netflix-Team ausgetauscht. Wir stellten fest, dass unsere Visionen perfekt übereinstimmten: Das enorme Interesse seitens Netflix, Frauen in innovativen Produktionsbereichen in Europa gezielt zu fördern, traf auf meine Erfahrung mit unserer NGO IIM.

Gemeinsam mit Netflix haben wir daraufhin ein Workshopprogramm entwickelt, das gezielt den europäischen Markt für Zukunftstechnologien stärkt. Es geht uns weniger um Theorie, sondern viel mehr darum, Barrieren abzubauen und Frauen das Handwerkszeug zu geben, um Teil der Virtual-Production-Crew von heute und morgen zu sein. Dass dieses Programm von Beginn an so erfolgreich ist, zeigt, wie groß der Bedarf an solchen gezielten Initiativen wirklich ist.

Ihr sprecht von einer „Geschlechterkluft“ und von einem „unverhältnismäßig geringen Anteil von Frauen” in der Virtual Production. Welche konkreten Barrieren erleben Frauen beim Einstieg in VFX und Virtual Production? Und wie adressiert das Training diese Herausforderungen?

Dass die Geschlechterkluft in unserer Branche existiert, ist kein bloßes Gefühl, sondern durch Daten des EAO-Reports der Europäischen Kommission belegt: Zwischen 2020 und 2024 wurden lediglich 27 % der Rollen in der Medienproduktion von Frauen ausgefüllt. Wer sich am Set oder in Crewlisten umschaut, sieht diese Statistik unmittelbar bestätigt. Die Barrieren sind oft struktureller Natur: Der Einstieg wird durch fehlende spezifische Zusatzqualifikationen erschwert, und in einer Branche, die stark auf Empfehlungen basiert, werden Frauen für technische Rollen immer noch seltener aktiv vorgeschlagen – oft aus unbewussten Vorurteilen heraus, nicht mangels Expertise.

Zudem fehlt es oft an einem ‚geschützten Raum‘, in dem Frauen ohne Rechtfertigungsdruck experimentieren und vermeintlich einfache Fragen stellen können. Genau hier setzen wir mit unserem Training an. Wir schaffen eine exzellente Lernumgebung, in der die Teilnehmerinnen direkt mit High-End-Equipment wie Kamera-Systemen, Licht-Set-ups, LED-Wänden und der Brainbar (Anm.: die Steuerzentrale der LED-Wände) arbeiten können.
In enger Zusammenarbeit mit Expert:innen und Partnern wie Netflix bieten wir nicht nur technischen Wissenstransfer, sondern auch ein wertvolles Netzwerk. Wir bereiten die Frauen gezielt darauf vor, mit Selbstbewusstsein und fundiertem Know-how in zukünftige Produktionen zu gehen. So verwandeln wir die statistische Kluft in eine Chance für echte, kompetenzbasierte Vielfalt.

Berlin vs. L.A.: Was wir vom Silicon Beach lernen können

Berlin entwickelt sich immer stärker zu einem Standort für Film und VFX – auch durch Initiativen wie „Female Talent in VFX, VP, and Animation” von Netflix, medianet berlinbrandenburg und Medien Bayern. Welches Potenzial siehst du für Berlin, und was braucht es, um die Stadt als Hub für diverse Talente in der VFX-Branche noch weiter zu etablieren?

Berlin besitzt eine fast magnetische Anziehungskraft: Seit Jahrzehnten zieht die Stadt hochkarätige Kreative und Tech-Talente aus der ganzen Welt an. Ich habe die Initiative ‚Female Talent in VFX, VP, and Animation‘ seit ihrer Geburtsstunde begleitet und durfte bereits beim Auftakt-Event in München als Speakerin Impulse setzen. Auch beim zweiten und dritten Event, diesmal hier in Berlin, war die enorme Energie und das Know-how der weiblichen Community deutlich spürbar. Und genau das war eben auch Zielsetzung der Initiative, die Netflix im Herbst 2024 gestartet hat: einen Entwicklungsraum für weibliche Talente in technischen Film-Berufen zu öffnen, der die ganze Kraft der vielfältigen Community freisetzt.

Doch das Potenzial Berlins wird noch nicht voll ausgeschöpft, weil es oft an nachhaltigen Strukturen zur Vernetzung fehlt. Damit Berlin nicht nur eine Durchgangsstation für internationale ‚Gigs‘ bleibt, sondern sich als dauerhafter globaler Hub festigt, müssen wir aktiv eine Kultur des Wissensaustauschs fördern. Wir müssen weg von der Arbeit in Silos. Mein Vorbild ist hier ganz klar Los Angeles: Dort ist die Branche so engmaschig vernetzt, dass Wissen organisch von erfahrenen Leadern an die nächste Generation weitergegeben wird.

Für Berlin bedeutet das konkret: Wir brauchen mehr Plattformen und regelmäßige Events, die den Dialog zwischen Set und Postproduktion sowie zwischen etablierten Studios wie Trixter und jungen Talenten fördern. Mit dem IIM möchte ich einen Teil dazu beitragen, Berlin als festen Ausbildungs-Anker für High-End-Technologien wie Virtual Production zu etablieren. Wenn wir diesen Weg konsequent gehen, wird Berlin nicht nur ein Produktionsstandort, sondern das kreative Epizentrum für die nächste Ära des Filmemachens.

Wenn wir diesen Weg konsequent gehen, wird Berlin nicht nur ein Produktionsstandort, sondern das kreative Epizentrum für die nächste Ära des Filmemachens.
Christina Caspers

In einem Interview mit dir fiel der Satz: „VP is here to stay!” Wenn du an die VFX-Branche der Zukunft denkst: Was erwartest du dort? Und was sind deine konkreten Ziele bezüglich der Rolle von Frauen in diesem Bereich? Wo siehst du die größten Hebel für Veränderung?

Wenn ich in die Zukunft blicke, ist eines klar: Neben der Virtual Production werden vor allem Generative AI und Machine Learning die Branche fundamental transformieren. Die VFX-Industrie war schon immer der innovativste Teil der Filmproduktion; wir sind es gewohnt, unsere Workflows mit jedem Software-Update teilweise neu zu definieren. Unsere Stärke liegt darin, unter hohem zeitlichen und budgetären Druck Lösungen zu finden, die den kreativen Freiraum nicht nur erhalten, sondern erweitern.

In meiner Rolle als MD bei Trixter, EP der Cinesite-Gruppe und Gründungsmitglied des IIM darf ich diesen Wandel aktiv mitgestalten. Durch meine Arbeit im Advisory Board von TechX – der AI/ML-Unit von Cinesite – bewege ich mich täglich am Puls der neuesten technologischen Entwicklungen und dieser enge Austausch mit unseren Kolleg:innen in den USA gibt uns Zugang zu Enterprise-Lösungen, die das Geschichtenerzählen neu definieren.

Meinen Kolleg:innen in der Branche rate ich daher dringend: Erschließt euch diese neuen Arbeitsfelder! Die Integration von KI-Tools öffnet Türen zu Positionen, die es vor zwei Jahren noch gar nicht gab. Um hier echte Veränderung zu bewirken, sehe ich drei entscheidende Hebel:

  • Initiative: den Mut, eine technologische Vorreiterrolle einzunehmen.
  • Netzwerk: den Austausch über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg.
  • Qualifiziertes Mentorship: Wir brauchen erfahrene Führungskräfte, die ihr Wissen aktiv weitergeben und Türen öffnen. Nur so schaffen wir eine Zukunft, in der Exzellenz und Diversität Hand in Hand gehen.

Was würdest du jungen Frauen mit auf den Weg geben, die heute überlegen, in die VFX- oder Virtual Production-Branche einzusteigen?

Mein wichtigster Rat: Habt den Mut, Fragen zu stellen! Es gibt in einer so innovationsgetriebenen Branche keine „dummen” Fragen – nur die Chance, schneller zu lernen. Seid proaktiv in eurer Weiterbildung: Besucht Konferenzen, verfolgt die Panels der Expert:innen und bildet euch eine eigene, fundierte Meinung zu den technologischen Trends.

Sammelt so viel praktische Erfahrung wie möglich, sowohl am physischen Set als auch in der digitalen Welt der VFX und VP. Ein diverses Portfolio ist eure beste Visitenkarte in einer Branche, die sich permanent neu erfindet. Das Schönste daran ist: Ihr könnt im besten Fall selbst ein aktiver Teil dieser Veränderung sein.

Versteht euch von Beginn an als Teil eines starken Netzwerks. Arbeitet nicht gegeneinander, sondern miteinander – denn unser größtes Kapital in der VFX ist der Zusammenhalt und die Synergie im Team. Wenn wir unser Wissen teilen, wachsen wir alle.