Wie können Berliner Galerien Energie einsparen? Welche Geschäftsfelder und Möglichkeiten tun sich durch digitale Technologien auf? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Berliner Galerist:innen seit Jahren. Besonders herausragende Konzepte zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung wurden 2022 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und dem Landesverband Berliner Galerien (LVBG) mit dem Preis „Galleries for Future ausgezeichnet. Unter den 15 geehrten Galerien befand sich auch die „Galerie Thomas Schulte”: Das Kunsthaus aus Berlin Mitte hatte „digitale Showroom und 3D Visualisierungen unserer Ausstellungen entwickelt und eingeführt und zahlreiche Aspekte von Internetmarketing und Onlinesales- Kapazitäten auf den höchsten Stand gebracht”, beschreibt Inhaber Thomas Schulte die — zum Großteil auf eigene Kosten übernommenen —„erheblichen Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung”. Zu diesen gehörte auch, die zwölf Mitarbeitenden technisch so gut auszurüsten, dass sie bequem im Homeoffice und mobil arbeiten können.
Doch nicht nur in Sachen Digitalisierung zeigte die Galerie Schulte Initiative. Sie ersetzte die Galeriefahrzeuge durch Elektroautos und investierte in „umweltfreundlichere Lösungen für die Beleuchtung und Kühlung unserer Ausstellungsräume”, ergänzt der Geschäftsführer. So wurde die Beleuchtung auf moderne LED Technik umgestellt und die Fußbodenheizung im Sommer als Bodenkühlung umfunktioniert. „Das hat zu maximalen Energieeinsparungen geführt”, kennt er den Effekt der Maßnahmen.
Eine „tolle, positive Wirkung“ hatte laut Schulte auch der Galleries for Future-Preis und das damit verbundene Preisgeld. Da die ausgezeichneten Maßnahmen bereits umgesetzt und bezahlt waren,„haben wir eigentlich einen Sonderpreis bekommen für bereits erbrachte Leistungen im Bereich derEinsparung von Energie und für verbesserte Kommunikationswege”, meint er. Dass die Galerie in der Zwischenzeit weitere Investitionen getätigt und die digitale Kommunikationsfähigkeit zusätzlich ausgebaut hat, ist ganz im Sinne des Preises. Schließlich wollte die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe damit den ausgewählten Galerien ermöglichen, weitere Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu setzen. Umtriebigen Berliner Galeriebesitzer:innen wie Thomas Schulte musste man das nicht zweimal sagen: Neben dem Inventar- und Adressprogramm wurde in den letzten Jahren die Website neu konzipiert und auf den technisch neuesten Stand gebracht.„Zusätzlich haben wir unsere technischen Fähigkeiten im Bereich 3D Modelling deutlich nach oben gefahren (Anm.: siehe Beispielfoto)“, berichtet Schulte und zeigt damit wieder einmal, dass er zu den modernsten Galerien Deutschlands gehört.