4 Tage, 53 Modenschauen und 62 Side Events: Die Bilanz der SS27-Edition zeigt deutlich, wie die Berlin Fashion Week (BFW) jedes Jahr wächst. Zwischen dem 2. und 5. Juli 2026 prägten die Arbeiten der Designer:innen Berlin bis tief in die Stadtmitte hinein und zugleich bis an ihre Grenzen – von Weißensee bis Westend, von Tiergarten bis Tempelhof, von Friedrichshain bis Friedrichsfelde.
Damit fiel der offizielle Kalender für die Frühling-/Sommersaison 2027 noch einmal üppiger aus als zur AW26-Edition im Februar, bei der 42 Modenschauen und 52 Side Events gelistet waren – ein Anstieg um jeweils zehn exklusive Termine in beiden Kategorien.
#BFW wirkt auch international
Und das hatte natürlich auch international einen Impact: Egal ob Vogue Runway, Business of Fashion, FashionUnited, WWD Japan oder Dazed Korea – sie alle berichteten voller Lob über die Shows. Auch die Kund:innen waren begeistert von exklusiven Stores wie Printemps, Isetan Mitsukoshi, H.Lorenzo über Antonioli oder United. Die genannten Stores waren als Gäste des offiziellen Hospitality Programms der BFW dabei und haben jetzt schon Interesse an einer erneuten Teilnahme für die kommende Saison signalisiert.
Ein besonders starkes Wachstum ist vor allem im Bereich der öffentlichen Modeevents zu verzeichnen: 153 Veranstaltungen – von Pop-Up-Shops über Store Events bis zu Ausstellungen und Performances – wurden auf einer eigens eingerichteten Plattform gelistet. Das entspricht einem Wachstum von knapp 90 Prozent im B2C-Bereich, nachdem in der vergangenen Saison über www.studio2retail.berlin noch 82 Events registriert worden waren.
Das Interesse, im Rahmen der Berlin Fashion Week eine Veranstaltung zu realisieren oder Mode als Besucher:in zu erleben, wächst spürbar. Damit steigt nicht nur die öffentliche Wahrnehmung der teilnehmenden Designer:innen, Marken und Einzelhändler erheblich. Die Berlin Fashion Week, die sich als breitenwirksame und publikumsorientierte Großveranstaltung versteht, wird zugleich ihrem eigenen Leitthema gerecht: „The responsible movement of freedom, inclusion, and creativity“.
Junge Designer:innen machen Zukunft
Dass Kreativität in der Berliner Fashion-Szene eine große Zukunft hat, bewiesen auch die Gewinner:innen des BERLIN CONTEMPORARY Konzeptwettbewerbs. Sie inszenierten dank der Unterstützung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Zukunft fantastische Shows – darunter Andrej Gronau, BARRAGÁN, FRUCHÉ, KASIA KUCHARSKA, Laura Gerte, Milk of Lime, SF1OG, SELVA HUYGENS [SLVA] und Clara Colette Miramon.
Auch die Gewinner:innen des von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe/Projekt Zukunft geförderten STUDIO2RETAIL Konzeptwettbewerbs bewiesen mit ihren Shows, wie wichtig ihnen das diesjährige Leitthema war. Sie boten innovative Hybridkonzepte.
Esther Perbandt verschmolz physische Modestücke mit digitalen, KI-generierten Welten. Estelle Adeline Trasoglu und ihr Label Plaid-À-Porter verbanden Couture-Präsentation und Installationskunst. Darüber hinaus brillierten ioannes, Lou de Bètoly, Richert Beil und Dennis Chuene mit ihren eigenen, geförderten Präsentationskonzepten.
Die nächste Berlin Fashion Week findet vom 29. Januar bis zum 1. Februar 2027 statt.