Berlin Quantum Hackathon 2026

Berlin Quantum Hackathon 2026: Spitzenleistung in der Hauptstadt

Berlin Quantum Hackathon

Quantencomputing (QC) ist die Schlüsseltechnologie der Zukunft. Mithilfe dieser neuartigen Rechnerarchitektur lassen sich komplexe Kalkulationen lösen, an denen selbst Supercomputer scheitern.

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Betriebe und Energie stärkt und vernetzt daher gezielt Startups, Wissenschaftler:innen und Unternehmen, um Berlin als weltweit führenden Quantencomputing-Standort zu etablieren.

Der Berlin Quantum Hackathon 2026 hat bewiesen, wie lebendig dieses Ökosystem in der Hauptstadt bereits ist. Internationale Teams stellten sich konkreten Anwendungsfällen Berliner Landesunternehmen und entwickelten vielversprechende Lösungen.

Von Medizin bis Mobilität: Die Challenges

Challenge 1 der Charité: Hier standen die Dekodierung und Neuromodulation von EEG-Signalen für Gehirn-Computer-Schnittstellen im Fokus. Klassisches maschinelles Lernen stößt bei der Signalgenauigkeit und -geschwindigkeit oft an Grenzen – Quantenalgorithmen könnten hier den Durchbruch z. B. für die Steuerung von Exoskeletten bei Schlaganfallpatient:innen bedeuten.

Challenge 2 der Berliner Verkehrsbetriebe: Die Optimierung von Fahrdienstplänen klingt banal, ist aber mathematisch hochkomplex. Arbeitsrechtliche Vorgaben, Fahrzeugverfügbarkeiten sowie zeitliche, örtliche und betriebliche Vorgaben bilden eine mehrstufige Entscheidungskette, die klassische IT-Systeme vor enorme Probleme stellt – Quantenoptimierung kann hier Dienstpläne in Echtzeit an die zahlreichen, kurzfristigen Änderungen anpassen.

1. Platz: Mayo Clinic

Internationaler Impact: So lief der Hackathon

Die Challenges sorgten für ein internationales Aufsehen in der Quantum-Tech-Branche. Über 180 Teams aus aller Welt bewarben sich am Wettbewerb – ein Beleg für die hohe Anziehungskraft der Hauptstadt. Aus allen Bewerbungen wurden die sechs vielversprechendsten Teams ausgewählt.

In den vergangenen Monaten arbeiteten diese Teams unter fachkundiger Anleitung an den beiden Problemstellungen. Die Lösungen bewertete die Jury anhand folgender Kriterien:

  • Innovation
  • technische Umsetzung
  • praktische Relevanz
  • Präsentationsqualität
  • Skalierbarkeit
2. Platz: Pranav Kulkarni und sein Team „The Depth Compressors“

Die Gewinner:innen und ihre Lösungen

Die drei Teams mit den höchsten Punktzahlen der Jury erhielten neben ihrer Auszeichnung Rechenzeitguthaben für den Kipu Quantum Hub.

Den ersten Platz und eine Rechenzeit im Wert von 9.000 € sicherte sich das Team der Mayo Clinic aus Jacksonville, Florida. Es entwickelte für die Charité-Challenge einen Klassifikator, der auf einer räumlich-zeitlichen Deep-Learning-Architektur basiert.

Der zweite Platz mit einer Rechenzeit im Wert von 6.000 € ging an Pranav Kulkarni und sein Team „The Depth Compressors“. Kulkarnis Lösung optimierte die Dienstpläne der BVG mithilfe eines neuartigen QUBO-Kodierungsschema. Dabei wurde die Software Miray in eine hybride Optimierungspipeline eingebunden und auf der IBM Heron r3-Hardware implementiert.

Last, but not least: Den dritten Platz und eine Rechenzeit im Wert von 5.000 € gewann Beerantum. Das Team reduzierte die Komplexität der BVG-Challenge, indem es Zerlegungs- und Krylov-Unterraum-Methoden effizient kombinierte. Es integrierte zudem die entwickelte Quantenlösung mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche in den klassischen Workflow, so dass sie auch für Laien nutzbar ist.

3. Platz: Beerantum

Die anderen drei Teams gewannen zwar keinen Preis, haben aber ebenfalls extrem wichtige und spannende Lösungsansätze eingebracht:

  • Team Accenture: Enrico, Andrea, Maicol, Mats, Sebastian
  • Team quasi: Seshaditya, Adriano, Aswin, Amine, Frederico
  • Team QuTUBe: Jonas, Arian, Uwe, Richie, Samuel

Ein großer Dank gilt auch dem Mentor:innen- und Jury-Team, die die „Hacker:innen” monatelang bei ihrer Arbeit unterstützt und die Ergebnisse ausgewertet haben.

Das Mentor:innen-Team bestand aus:

  • Mahul Pandey (QML)
  • Carlos Flores (QML)
  • Alejandro Gomez-Cadavid (Opt)
  • Eric Michon (Opt), Lukas Harzenetter (Kipu Hub)
  • Sebastian Wagner (Kipu Hub)

Und das waren die Mitglieder der Jury:

  • Archismita Dalal, PhD (Kipu Quantum)
  • Prof. Dr. Manfred Hauswirth (Fraunhofer FOKUS)
  • Dr. Oliver Muth (Bundesdruckerei)

Beim großen Finale Mitte März 2026 kamen über 80 junge Forschende, politische Vertreter:innen, Studierende und Fachleute zusammen, um die wegweisenden Ergebnisse des Hackathons zu feiern. Die entwickelten Prototypen zeigen, wie Quantenlösungen reale Probleme öffentlicher Unternehmen lösen können.

Quantencomputing in Berlin: Wie geht es weiter?

Quantencomputing bietet das Potenzial, hochkomplexe Fragestellungen in Wirtschaft, Mobilität, Energie oder Medizin grundlegend neu zu bearbeiten. Die Initiative BERLIN QUANTUM verbindet deshalb gezielt exzellente Grundlagenforschung, unternehmerische Innovationskraft und wirksamen Technologietransfer miteinander. Mit rund 20 wissenschaftlichen Instituten und über 30 spezialisierten Unternehmen ist Berlin bereits heute ein Kraftzentrum der Quantentechnologien.

Der Berlin Quantum Hackathon 2026 wird durch Projekt Zukunft der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie mit Mitteln der Europäischen Union (EFRE) gefördert.

  • Staatssekretär Dr. Severin Fischer
  • Berlin Quantum Hackathon 2026
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  • Change HUB Berlin
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