Berliner Strategien und Programme zum urbanen Gärtnern

Die Berliner Verwaltung setzt sich für eine biodivers begrünte und klimaangepasste Stadt ein und unterstützt auf vielfältige Weise daher die verschiedenen Gartenformen. Hier finden Sie Informationen über relevante Strategien und Programme mit Bezug zum urbanen Gärtnern.

Gemeinschaftsgarten Peace of Land

Gemeinschaftsgarten Peace of Land

Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm

Die Berliner Urban-Gardening-Szene macht die Stadt nachhaltiger – und wird dabei durch das Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm unterstützt. Das Gemeinschaftsgarten-Programm wurde in einem ko-produktiven Prozess zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickelt. Es enthält konkrete Maßnahmen, die unter Begleitung eines engagierten Arbeitskreises Schritt für Schritt umgesetzt werden.

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Kleingartenanlage Falkenhöhe Nord

Kleingartenanlage Falkenhöhe Nord

Kleingartenentwicklungsplan

Die rund 71.000 Berliner Kleingärten sind ein wichtiger Teil des Stadtgrüns und zugleich kulturelle, ökologische und soziale Ressourcen. Um sie zu sichern, wurde durch den Berliner Senat der Kleingartenentwicklungsplan (KEP) als behördenverbindliches Planwerk entwickelt und zuletzt 2020 überarbeitet. Von den 877 Kleingartenanlagen auf rund 2.900 ha sollen 82 % dauerhaft erhalten bleiben, weitere 9,4 % genießen Bestandsschutz bis 2030.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Zwei Personen unterhalten sich zwischen Hochbeeten in der KGA Hohenzollerndamm

KGA Hohenzollerndamm

Öffnung von Kleingartenanlagen

Zahlreiche Kleingartenanlagen beziehen die Nachbarschaft ein und öffnen sich zum umgebenden Stadtteil, sei es zum Mitgärtnern, für Aktionen und Veranstaltungen oder einfach zum Durchspazieren. Die Verwaltung fördert diese Initiativen der Kleingartenvereine seit vielen Jahren.

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Vor verschwommenem grünem Hintergrund sitzt ein Großer Feuerfalter auf einer Blüte. Die weiß und blass-orange gefärbten Flügel des Schmetterlings sind aufgestellt und haben ein unregelmäßiges schwarzes Punktmuster. Der Falter saugt an der feinen hellvioletten Körbchenblüte einer Flockenblume.

Großer Feuerfalter

Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030+

Im Juni 2025 wurde die aktualisierte Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030+ vom Senat beschlossen. Die biologische Vielfalt umfasst die Vielfalt der Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten und ist stellt damit das Funktionieren der Ökosysteme sicher, die uns mit Nahrung, Wasser, Luft und Rohstoffen versorgen. Ziel der Berliner Strategie ist es einerseits, den Erhalt der Berliner Tier- und Pflanzenarten und der natürlichen Lebensräume zu fördern. Darüber hinaus trägt die Strategie mit naturbasierten Maßnahmen auf öffentlichen und privaten Flächen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Steigerung der Lebensqualität aller Berlinerinnen und Berliner bei. Die 19 Handlungsfelder der Strategie werden gemeinsam mit Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft umgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Berliner Ernährungsstrategie

Berliner Ernährungsstrategie

Berliner Ernährungsstrategie

Wie kann sich Berlin gesünder und nachhaltiger ernähren? Die Berliner Ernährungsstrategie setzt auf regionale, gesunde und gerechte Ansätze an allen Punkten des Ernährungssystems, ob Produktion, Verarbeitung oder Ernährungsbildung. Gemeinschaftsgärten, Kleingärten, Schulgärten und die Berliner Gartenarbeitsschulen zeigen in kleinem Maßstab wie der nachhaltige Anbau von Lebensmitteln auch in der Stadt gelingen kann.

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Personen sitzen und stehen auf und neben einem bepflanzten Parklet

Parklet im Sprengelkiez

Parklet-Förderung

Wie können Parklets den öffentlichen Raum neu beleben? Diese begrünten Stadtmöbel verwandeln Parkplätze in Orte der Begegnung, Erholung und Nachbarschaft – von Sitzgelegenheiten bis zu Tauschstationen. Mit der Parklet-Förderung hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt von 2021 bis 2023 Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Vereine und öffentliche Einrichtungen bei der Umsetzung von 95 Parklet-Projekten auf Berlins Straßen unterstützt.

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Schulgarten der Heinz-Brandt-Schule

Schulgarten der Heinz-Brandt-Schule

Schulgarten-Förderung: Grün macht Schule

Viele Berliner Kitas und Schulen haben einen Garten, um Kindern und Jugendlichen Wissen über Gartenbau, Landwirtschaft, Natur und Umwelt zu vermitteln. Unter Anleitung wird gesät, geerntet und die Erträge oft direkt in der Schule oder der Kita-Küche verarbeitet. Die Beratungsstellen „Grün macht Schule“ und „Grün macht Schule – KinderGARTEN“ unterstützen Schulen und Kitas bei der Durchführung von pädagogischen und nachhaltigen Schulhof- und Kindergartenprojekten und -gestaltungen. Es werden Beratungen vor Ort, Führungen und (Team-)Fortbildungen angeboten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Grün macht Schule. bzw. Grün macht Schule – KinderGARTEN.

Gründach der Berliner Wasserbetriebe in der Neuen Jüdenstraße

Gründach der Berliner Wasserbetriebe

Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung: GrünDachPlus

Begrünte Dächer und Fassaden leisten einen wichtigen Beitrag, damit sich Berlin an die Folgen des Klimawandels, wie Hitzeperioden und Starkregen anpassen kann. Sie speichern Regenwasser, bringen Kühlung, verbessern die Luftqualität, bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen und tragen zur Dämmung bei. Mit dem Förderprogramm „GründachPLUS“ unterstützt das Land Berlin die Begrünung von Bestandsgebäuden

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Eine herbstliche Landschaft. Am blauen Himmel stehen wenige Wolken. Zwischen Hecken, Büschen und Bäumen mit bunten Blättern kreuzen sich zwei schmale Pfade. Auf einem kleinen Wiesenabschnitt lässt ein etwa 8-jähriges Mädchen einen rot-gelben Winddrachen mit langem Schwanz steigen. Das Mädchen trägt eine blaue Jacke, Jeans und neongelbe Sneaker.

Masterplan Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Um Herausforderungen wie den Klimawandel und den Schutz der Natur zu bewältigen, ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine zentrale Lösung: Nachhaltigkeit braucht Bildung, die Menschen in allen Altersgruppen dabei unterstützt, umweltbewusste Lebensweisen zu entwickeln und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. In einigen Bundesländern und Städten gibt es bereits BNE-Strategien. Auch in Berlin wird zurzeit daran gearbeitet: Gemeinsam mit Verwaltungen und Akteuren wird ein Masterplan BNE erarbeitet, der konkrete Handlungsfelder und Maßnahmen definiert, wie BNE umfassend verankert und umgesetzt werden kann, um die Stadt nachhaltiger, gesünder und zukunftsfähiger zu gestalten.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Nektarsammelnde Hummel auf Lavendel

Bestäuberstrategie

Städte gewinnen als Lebensraum für Insekten und Bestäuber immer mehr an Bedeutung. Denn ihre Lebensbedingungen haben sich in ländlichen Regionen infolge der Intensivierung der Landwirtschaft, des Einsatzes schädigender Pflanzenschutzmittel und zunehmender Bodenversiegelung dramatisch verschlechtert. In Berlin leben etwa die Hälfte der 590 Wildbienenarten Deutschlands, doch fast jede zweite ist gefährdet. Mit der 2018 beschlossenen „Strategie zum Schutz und zur Förderung von Bienen und anderen Bestäubern“ setzt sich Berlin für Honigbienen, Wildbienen und ihre Lebensräume ein.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Beweidung Tegeler Stadtheide

Beweidung der Tegeler Stadtheide

Berliner Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe aller Politikbereiche steht über der derzeitigen Entwicklung der Berliner Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei werden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zusammengedacht, um die Lebensqualität in Berlin zu verbessern und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. Ein wesentlicher Bestandteil des Strategieprozesses ist die Einbindung der Berliner Stadtgesellschaft über die Umsetzungsallianz Nachhaltiges Berlin. Denn klar ist, eine nachhaltige Transformation gelingt nur zusammen.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Ressortübergreifende Arbeitsgruppe „Gärtnern in der Stadt“

Zahlreiche Stellen der Berliner Verwaltung setzen sich für das Gärtnern in der Stadt ein – auf Senats- und auf Bezirksebene, aber auch in landeseigenen Unternehmen und Einrichtungen. Die ressortübergreifende Arbeitsgruppe trifft sich daher regelmäßig um Themen abzustimmen und sich gegenseitig über die eigenen Aktivitäten zu informieren. Wenn Sie in einer Berliner Institution zum Thema „Gärtnern in der Stadt“ arbeiten und teilnehmen wollen, kontaktieren Sie bitte toni.karge@senmvku.berlin.de

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

Referat Freiraumplanung und Stadtgrün

Herr Toni Karge