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Energiesparmaßnahmen des Berliner Senats

Wohnungen

Der Berliner Senat nimmt seine Verantwortung zur Sicherung der Energieversorgung wahr und setzt ein umfangreiches Energiespar-Paket um. Mit Maßnahmen in den Bereichen Heizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung und energetische Sanierung von Gebäuden nimmt Berlin in Deutschland eine Vorreiterrolle ein.

Energiespar-Paket des Landes Berlin

Ziel des Maßnahmenpakets ist eine Energieeinsparung von mindestens zehn Prozent. Bereits jetzt zeichnet sich das Bundesland Berlin durch den geringsten Gasverbrauch in Bezug auf die Bevölkerung aus. Vor diesem Hintergrund werden die beschlossenen Maßnahmen mit Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß umgesetzt, um insbesondere soziale Härten abzufedern und das positive Lebensgefühl der Berliner:innen zu erhalten.

Heizung

Heizung: Maximal 19 Grad in öffentlichen Gebäuden

Mit Inkrafttreten der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung wird in öffentlichen Gebäuden die Temperatur auf 19 Grad Celsius abgesenkt. In Fluren und Treppenhäusern wird die Temperatur auf 17 Grad Celsius herabgesetzt. Nachts und am Wochenende werden die Temperaturen weiter reduziert. Sporthallen und ähnliche Gebäude werden nur noch auf 17 Grad Celsius geheizt. Ausnahmen gelten beispielswiese für Schulen, Kitas oder therapeutische Sportangebote.

In sämtlichen Liegenschaften der öffentlichen Hand wird mit einem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlagen begonnen. Die Betriebszeiten der Heizungs- und Lüftungsanlagen werden geprüft und auf ein Mindestmaß reduziert.

Wasserhahn

Warmwasser: Verbrauch wird stark reduziert

In öffentlichen Gebäuden wird die Warmwasserbereitung abgeschaltet. Ausnahmen gelten für die Dusch- und Waschräume von Sportstätten. Hier werden jedoch die Vorlauftemperaturen auf das mögliche Mindestmaß reduziert.

In Schwimmbädern wird die Wassertemperatur auf maximal 26 Grad Celsius abgesenkt. Außenbecken und Freibäder werden nur noch unbeheizt betrieben.

Siegessäule

Beleuchtung und Strom: Außenbeleuchtungen werden abgeschaltet

Die Flurbeleuchtungen in öffentlichen Gebäuden werden reduziert und nicht zwingend dienstlich erforderliche Geräte abgeschaltet. Die Umstellung auf stromsparende LED-Leuchten in öffentlichen Gebäuden wird mit zusätzlichen Finanzmitteln weiter vorangetrieben. Darüber hinaus prüft jede Verwaltung in ihrem Zuständigkeitsbereich, welche Einsparmöglichkeiten beim Einsatz von raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) bestehen, ohne Abstriche beim Infektionsschutz zu machen.

Die Außenbeleuchtung und die Anstrahlung repräsentativer öffentlicher Gebäude wird ausgeschaltet, sofern keine Sicherheitsgründe dagegensprechen. Dies betrifft beispielsweise die Siegessäule, das Schloss Charlottenburg und das Brandenburger Tor.

Weiterhin wird die Beleuchtung in und um Sportstätten, die Schließzeiten über Nacht haben, ab 22 Uhr reduziert. Derzeit wird sorgfältig geprüft, inwieweit die Beleuchtung von bestimmten Grünanlagen reduziert werden kann. Hierbei stehen insbesondere Sicherheitsaspekte im Fokus.

LED-Leuchte für die Straßenbeleuchtung

Energetische Sanierung: Mehr LED-Lampen auf den Straßen

Bei der Straßenbeleuchtung wird die Umrüstung der Gaslaternen auf LED-Lampen beschleunigt. Der Umbau der durchgängig betriebenen Gaslaternen hat dabei besonderen Vorrang.

Geplante Sanierungen von Heizungsanlagen sollen zügig realisiert werden. Hierbei sind auch die landeseigenen Wohnungsbau- und Wohnungsgesellschaften adressiert, die einen erheblichen Teil der Wohnungen in Berlin betreuen. Um den Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude und insbesondere die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren, ist eine umfassende Sanierung des Gebäude- und Anlagenbestandes erforderlich. Eine beschleunigte Umsetzung dieses Sanierungsfahrplans unterstützt die Bemühungen des Senats.

Energiesparmaßnahmen der Berliner Wirtschaft

Weiterführende Informationen

Online-Beratung

Hilfen und Entlastungspakete

Die steigenden Energiepreise stellen zahlreiche Haushalte vor erhebliche Herausforderungen. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene werden Entlastungen und Härtefallregelungen vorbereitet. Hilfen und Entlastungspakete