Vom belebten Volkspark aus der Kaiserzeit war nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr viel übrig. Der Park wurde im Krieg verstärkt bombardiert. Das Ziel waren die Flugabwehrgeschütze, die neben den Bunkern für die Bevölkerung im Park errichtet worden waren.
Der Weddinger Gartenamtsleiter Günther Rieck entwarf nach dem Krieg den Plan zum Wiederaufbau des Humboldthains. Zwischen 1948 und 1951 wurde der große Park neu begrünt. Wildrosen, Ahornbäume, Pappeln und Robinien verliehen der Brache neue Qualitäten. Die Spuren des Zweiten Weltkriegs konnten jedoch nicht vollständig beseitigt werden. Sie machen den Park heute umso spannender. Die nicht zu zerstörenden Bunkeranlagen wurden mit Trümmern gefüllt und zugeschüttet. Wo einst riesige Bunker aus Beton thronten, befinden sich heute grün bewachsene Hügel, die zum Charme des Parks beitragen. Der nördliche Trümmerberg, Humboldthöhe genannt, eignet sich mit seinen 85 Metern Höhe als Aussichtspunkt. Ein Besuchermagnet sind auch die zwei übrigen Flaktürme. Auf einer der Plattformen befindet sich eine Metallskulptur von Arnold Schatz aus dem Jahr 1967, die den Wunsch nach Wiedervereinigung thematisiert.