Senatorin Gote: Corona-Lage beruhigt sich, weiter Vorsicht nötig

Senatorin Gote: Corona-Lage beruhigt sich, weiter Vorsicht nötig

Bei der Corona-Lage in Berlin zeigt sich aus Sicht von Gesundheitssenatorin Ulrike Gote im Gegensatz zur bundesweiten Situation zuletzt eine Entspannung.

Berlins Gesundheitssenatorin Gote

© dpa

Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote bei einer Pressekonferenz im Roten Rathaus.

Die Infektionszahlen und Sieben-Tage-Inzidenzen in der Hauptstadt seien noch Schwankungen unterworfen und mit Unsicherheiten behaftet, allerdings sehe man sehr deutlich, «dass der Trend nach unten geht», sagte die Grünen-Politikerin am Montag (14. März 2022) im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Das zeige sich sowohl beim Infektionsgeschehen als auch bei der Belastung der Krankenhäuser.

Weiterhin Vorsicht geboten

Gote betonte mit Blick auf den sich besonders schnell verbreitenden Omikron-Subtyp BA.2 auch, dass das Infektionsgeschehen trotz allem noch hoch bleibe. Sie sehe zwar in Berlin eher eine beruhigende Situation, blicke aber aufmerksam auf die bundesweit ansteigenden Zahlen.

Inzidenz in Berlin weit unter Bundesdurchschnitt

In den vergangenen sieben Tagen erfassten die Gesundheitsämter in Berlin 765,6 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner, wie aus dem Lagebericht des Senats vom Montag hervorgeht. Am Montag vergangener Woche waren es 883,7 gewesen, sieben Tage zuvor 1106,7. Berlin hat damit nach Daten des Robert Koch-Instituts im Bundesländervergleich die niedrigste Siebe-Tage-Inzidenz. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1543. Experten gehen aber weiterhin davon aus, dass eine hohe Zahl von Fällen nicht amtlich erfasst wird.

Viele Impfangebote für ukrainische Geflüchtete

Gote betonte zudem die Wichtigkeit der gesundheitlichen Versorgung der vielen aus der Ukraine geflüchteten Menschen. Berlin strebe insbesondere eine vollständige Corona-Schutzimpfung für die Geflüchteten mit großer Anstrengung an. «Das Angebot an Impfungen ist sehr, sehr hoch und wird unserer Wahrnehmung nach auch wahrgenommen», stellte Gote klar. Geflüchtete hätten in Berlin unkompliziert die Möglichkeit, schnell an eine Impfung zu kommen. Mehrsprachige Informationsangebote würden schon bei der Ankunft gemacht und stünden auch in den verschiedenen Impfeinrichtungen zur Verfügung.

Niedrige Impfquote in der Ukraine

Gote wies erneut darauf hin, dass die Impfquote in der Ukraine niedrig sei. Nur etwa ein Drittel der Menschen sei demnach doppelt geimpft, eine Auffrischimpfung erhielten die wenigsten. Hinzu komme, dass die Menschen in der Ukraine mit ganz verschiedenen Mitteln geimpft seien. Einige hätten zwar Impfstoffe wie Biontech oder Moderna bekommen, so dass bei ihnen hierzulande die Impfungen einfach fortgeführt werden könnten. Andere seien allerdings auch mit Vakzinen geimpft, die in der EU nicht zugelassen seien. «Dann muss die Impfserie von Anfang an begonnen werden», so Gote.
Autor:in: dpa
Weitere Informationen: Coronavirus-Lagebericht
Veröffentlichung: 14. März 2022
Letzte Aktualisierung: 14. März 2022

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