Der Boulevard der Stars am Potsdamer Platz in Berlin ist am Montag, den 05. 09. 2011 mit 21 neuen Sternen wieder eröffnet worden. Der Regierende Bürgemeister Klaus Wowereit (SPD) schnitt feierlich das Goldene Band durch. Mehrere Prominente waren gekommen, um persönlich mit ihrem Stern zu posieren.
Extra aus London angereist war die 101 Jahre alte Schauspielerin Luise Rainer. Die zweifache Oscar-Gewinnerin (1936 und 1937) lebt seit ihrem Weggang aus Hollywood in London und kehrte zum ersten Mal wieder nach Deutschland zurück.
Ähnlich wie beim Walk of Fame in Hollywood werden auf dem Berliner Boulevard der Stars am Potsdamer Platz Filmschaffende auf einem 320 Meter langen Boulevard mit einem Stern geehrt.
Bislang schmückten 40 Sterne den Boulevard, nun glänzen die Namen von 61 Stars auf dem frisch sanierten roten Boulevard. Eine Jury hatte kürzlich aus 284 Vorschlägen 20 weitere Film- und Fernsehkünstler ausgewählt, die mit einem Stern geehrt werden sollen. Erst der Protest von Fans hatte Rainer schließlich den 21. neuen Stern auf dem roten Boulevard verschafft. Das jährlich wachsende Denkmal zwischen Berliner Filmhaus und Berlinale ist zunächst auf 160 Sterne ausgelegt.
Der Boulevard ist ausdrücklich auch jenen Künstlern gewidmet, die von den Nazis vertrieben wurden oder Widerstand gegen das Regime leisteten: Der erste Stern des deutschen «Walk of Fame» war Marlene Dietrich gewidmet, die während des Zweiten Weltkrieges für amerikanische Soldaten bei der Truppenbetreuung auftrat.
Neben Stars wie Romy Schneider, Götz George und dem kürzlich verstorbenen Vicco von Bülow (Loriot) würdigt der Boulevard auch die Berufe im Hintergrund der Filmindustrie: Cutter, Autoren, Regisseure, Entertainer, Produzenten, Kameramänner und Komponisten von Filmmusik.
Zum Erlebnis wird der Boulevard durch mehrere, fest verankerte Spezial-Kameras: Blickt man hindurch, scheint der jeweilige Star über seinem Messingstern zu schweben. Auch ein Foto mit Marlene Dietrich, Romy Schneider oder Mario Adorf und ihren Kollegen ist so möglich. Außerdem lassen sich die in den Sternen eingravierten Autogramme mit Stift und Papier abpausen.
Neue Sterne gibt es nun für:
- Die Regisseure Ernst Lubitsch, Wolfgang Staudte, Frank Beyer, Werner Schroeter, Eberhard Fechner, Bernd Eichinger und Fatih Akin.
- Die Schauspieler Emil Jannings, Luise Rainer, Klaus Kinski, Liselotte Pulver, Senta Berger, Anke Engelke, Martina Gedeck, Jutta Hoffmann, Ulrich Mühe und Til Schweiger.
- Filmkritiker Siegfried Kracauer, Kameramann Jost Vacano, Produzent Erich Pommer sowie den Komponisten Hans Zimmer.

