Europaministerkonferenz

Aufgaben der Europaministerkonferenz (EMK) sind die Interessenvertretung der Länder in Europaangelegenheiten gegenüber dem Bund und der EU sowie die Abstimmung der europapolitischen Aktivitäten der Länder.

Mitglieder der EMK sind jeweils die für Europafragen zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren, Staatssekretärinnen und Staatssekretäre sowie Staatsrätinnen und Staatsräte der 16 deutschen Länder.

Für Berlin ist der Bürgermeister und Senator, Dr. Klaus Lederer, Mitglied in der EMK:

Der Vorsitz der Europaministerkonferenz wechselt jährlich in alphabetischer Reihenfolge zwischen den 16 Ländern.

Zum aktuellen Vorsitz der EMK

Gemeinsame Erklärung der Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen anlässlich der 84. Sitzung der Europaministerkonferenz zur Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria

*Die Mitglieder der Europaministerkonferenz der Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen sind erschüttert angesichts der verheerenden Brände im Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Das ist eine Tragödie. Zunächst geht es darum, den fast 13.000 betroffenen Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen. Dazu gehört eine humanitäre Soforthilfe vor Ort. Griechenland braucht daher unsere Hilfe und gesamteuropäische Solidarität. Alle Mitgliedstaaten sind aufgerufen, die Geflüchteten aufzunehmen und unter menschenwürdigen Bedingungen unterzubringen. In Deutschland müssen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam handeln und die Aufnahme jetzt ermöglichen. Einige Länder und Kommunen haben bereits öffentlich ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen über den üblichen Verteilungsschlüssel hinaus signalisiert. Dies würdigen wir ausdrücklich und verbinden damit die Erwartung, dass eine gesamteuropäische Lösung gefunden wird.Angesichts der katastrophalen Lage fordern wir, endlich menschenwürdige Bedingungen in allen Aufnahmeeinrichtungen in der Europäischen Union zu garantieren.
Die Tragödie von Moria macht deutlich, wie wichtig eine Einigung der Mitgliedstaaten im Rat zu einer gemeinsamen Migrationspolitik gewesen wäre und weiterhin bleibt. Wir fordern die Bundesregierung auf, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft zu nutzen, um die Reform des europäischen Asylsystems zusammen mit der Europäischen Kommission mit größter Dringlichkeit voranzutreiben. In Zukunft darf sich kein Mitgliedstaat der Europäischen Union seiner Verantwortung entziehen. Gerade auch bei der Migrationspolitik muss sich die Europäische Union an ihren gemeinsamen Werten messen lassen.*