Suchthilfe-Tagung in Potsdam
Rund 220 Sucht-Selbsthilfegruppen sind in Brandenburg für Betroffene und deren Angehörige da. Auf der Potsdamer Sucht-Selbsthilfe-Tagung ging es am Sonntag vor allem darum, wie Suchtkranke erreicht werden können. Nach der letzten Studie des Robert Koch-Institutes von 2009 trinkt mehr als jeder vierte Erwachsene in Brandenburg Alkohol in Mengen, die langfristig gesundheitsschädigend sind. Besorgniserregend ist dabei der hohe Anteil junger Menschen unter den Risikokonsumenten, insbesondere junger Männer.
Alkoholkonsum muss entmystifiziert werden. Foto: T. Felber/Archiv
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Gegenwärtig gibt es unter märkischen Schülern der 10. Klassen die dritte Umfrage zum regelmäßigen «Substanzkonsum». Befragungen von 2005 und 2009 hatten einen rückläufigen Trend bei Mädchen um 25 Prozent und bei Jungen um 15 Prozent ergeben.
Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) betonte, es sei ein Irrtum zu glauben, mit Verkaufsverboten könne der Alkoholmissbrauch eingedämmt oder vorgebeugt werden. Es gebe kein Gesetzesdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit. Suchtvorbeugung müsse bereits in der Familie stattfinden, sagte sie. Durch Vorbildfunktion, gezielte Gespräche und verantwortlichen Umgang mit Suchtstoffen könne der Grundstein für ein späteres suchtfreies Leben gelegt werden.
Quelle: dpa
Aktualisierung: Sonntag, 24. Februar 2013 12:30 Uhr
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